D-Wave Quantum geht mit hoher Erwartung in seine Quartalszahlen. Der Kurs läuft bereits vor der Veröffentlichung deutlich an, der Optionsmarkt stellt sich auf eine ungewöhnlich große Bewegung ein. Genau darin liegt der Reiz der Aktie: viel Fantasie, aber auch hohe Anforderungen an die nächsten Daten.
Die Aktie kletterte am Montagvormittag auf 23,73 Dollar und lag damit mehr als fünf Prozent im Plus. Auf Monatssicht summiert sich der Anstieg auf rund 55 Prozent.
Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Minus von 14 Prozent zu Buche. Die jüngste Erholung ist also stark, aber sie repariert noch nicht das ganze Bild.
Buchungen werden zum Prüfstein
Am 12. Mai vor US-Börsenstart legt D-Wave die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Danach folgt eine Telefonkonferenz um 8.00 Uhr New Yorker Zeit.
Beim Umsatz rechnen Analysten mit einem deutlichen Rückgang auf etwa 4,19 Millionen Dollar, nach 15 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Damals hatte der erste Verkauf eines Advantage-Systems an ein Hochleistungsrechenzentrum die Erlöse gestützt.
Auch unter dem Strich dürfte der Druck hoch bleiben. Erwartet wird ein Verlust von 0,08 Dollar je Aktie, nach 0,02 Dollar im Vorjahreszeitraum.
Der wichtigere Punkt sind jedoch die Buchungen. D-Wave startete mit mehr als 32,8 Millionen Dollar an Buchungen ins Jahr, darunter ein Systemkauf der Florida Atlantic University über 20 Millionen Dollar und ein zweijähriger QCaaS-Vertrag über 10 Millionen Dollar mit einem Großkonzern.
Im Zentrum steht damit nicht nur der ausgewiesene Umsatz. Der Markt will sehen, wie viel dieser Nachfrage bereits in Erlöse, abgegrenzte Umsätze, Auftragsbestand oder Prognosen einfließt.
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Optionen preisen Bewegung ein
Der Derivatemarkt signalisiert Nervosität. Optionshändler kalkulieren nach den Zahlen mit einer Kursbewegung von rund 18,83 Prozent in die eine oder andere Richtung. Das liegt über der durchschnittlichen Reaktion von 16,1 Prozent nach den vergangenen Quartalsberichten.
Rosenblatt-Analyst John McPeake bleibt vor den Zahlen bei seiner Kaufempfehlung und nennt ein Kursziel von 43 Dollar. Er erwartet starke Ergebnisse und verweist auf die kommerzielle Dynamik des Unternehmens.
In der jüngsten Ergebnisrunde hob D-Wave hervor, dass die Buchungen im Januar 2026 bereits über dem gesamten Vorjahreswert lagen. Die Vertriebspipeline sei um rund 1.500 Prozent gewachsen, potenzielle Verkaufstransaktionen um 700 Prozent.
McPeake sieht vor allem die Kombination aus Annealing-Technologie und Gate-Model-Ansatz als Vorteil. Diese Doppelstrategie biete Spielraum, wenn sich Quantenanwendungen ab 2029 stärker in Richtung praktischer Nutzung bewegen.
Die breite Analystenstimmung bleibt klar positiv. Der Konsens basiert auf zwölf Kaufempfehlungen und einer Halten-Einstufung.
Es gibt aber Gegenstimmen. Zacks stuft D-Wave mit Rang 5 ein und verweist auf begrenzte kurzfristige Sichtbarkeit sowie steigende Kosten. Der KI-Analyst von TipRanks bleibt neutral und nennt ein Kursziel von 21 Dollar, vor allem wegen hoher Verluste und weiterem Mittelabfluss.
Termine nach den Zahlen
Nach dem Quartalsbericht folgt am 1. Juni der erste Investorentag des Unternehmens an der New York Stock Exchange und online. Am 18. Juni richtet D-Wave in London die Qubits Europe 2026 aus, mit Kundenbeispielen, Produktupdates und Einblicken in Hardware, Software sowie Quanten-KI. Die Aktie bekommt damit in kurzer Zeit mehrere Auslöser — erst die Zahlen, dann die Strategie.
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