Starke Nachfrage, schwache Kurse. Bei D-Wave Quantum klaffen operative Erfolge und Marktstimmung derzeit auseinander. Das Unternehmen meldete kürzlich einen massiven Anstieg der Auftragseingänge. Dennoch schickten Investoren die Aktie am Freitag auf Talfahrt.
Das Papier verlor zum Wochenausklang gut sieben Prozent und schloss bei 17,48 Euro. Ein firmenspezifischer Auslöser fehlte. Vielmehr geriet der gesamte Sektor für Quantencomputer unter Druck. Auch Konkurrenten wie IonQ und Rigetti verbuchten deutliche Verluste. Seit Jahresbeginn steht bei D-Wave nun ein Minus von 27 Prozent auf der Kurstafel.
Fehlender Großauftrag drückt Umsatz
Ursache für die Nervosität könnten die durchwachsenen Quartalszahlen vom Dienstag sein. Der Umsatz brach im ersten Quartal um rund 80 Prozent ein. Er lag mit knapp drei Millionen US-Dollar unter den Erwartungen. Der Grund dafür ist simpel. Im Vorjahresquartal trieb ein einzelner Großauftrag die Erlöse nach oben. Dieser Sondereffekt fehlte nun. Beim Gewinn je Aktie schnitt D-Wave mit einem Verlust von fünf Cent besser ab als befürchtet.
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Ein ganz anderes Bild zeigt sich bei den Neubestellungen. Hier meldete das Management einen Rekordwert von über 33 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem gewaltigen Sprung im Vergleich zum Vorjahr. Die ausstehenden Leistungsverpflichtungen kletterten parallel dazu auf über 42 Millionen US-Dollar.
Analysten bleiben zuversichtlich
Ein starkes Signal. D-Wave ruht obendrein auf einem komfortablen Finanzpolster. Die liquiden Mittel beliefen sich im ersten Quartal auf fast 590 Millionen US-Dollar. Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 35 US-Dollar.
Im weiteren Jahresverlauf richtet sich der Blick auf Europa. Dort veranstaltet D-Wave bald seine nächste große Nutzerkonferenz. Der Konzern fährt strategisch zweigleisig. Er entwickelt sowohl Annealing- als auch Gate-Model-Quantencomputer. Damit deckt D-Wave ein breites Spektrum an künftigen Anwendungen ab.
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