Sechs Wochen, fünf Investorenkonferenzen, ein Quartalsbericht und eine eigene Nutzerkonferenz in London— D-Wave Quantum hat sich einen dichten Kalender auferlegt. Das Unternehmen will Wall Street sichtbar bleiben, während die Aktie nach einem starken April wieder Fahrt aufnimmt.
Nvidia-Rückenwind und starker April
Den Anstoß lieferte Nvidia. Der Chipkonzern stellte im April neue KI-Modelle namens „Ising“ vor. Sie sollen Quantencomputer effizienter machen und Fehler reduzieren— quasi ein Betriebssystem für Quantenhardware. D-Wave profitierte direkt: Die Aktie legte im April rund 40 Prozent zu. Der S&P 500 stieg im gleichen Zeitraum knapp zehn Prozent.
Zuletzt schloss die Aktie bei rund 22 Dollar. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 46,75 Dollar, das Tief bei 7,71 Dollar. Die Aktie bewegt sich damit in der Mitte ihrer Jahresspanne.
Q1-Zahlen als erster Test
Der nächste konkrete Prüfstein kommt am 12. Mai. Vor Börseneröffnung veröffentlicht D-Wave seine Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 4,1 Millionen Dollar und einen Verlust von 0,10 Dollar je Aktie.
Das wäre ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal, das noch 15 Millionen Dollar Umsatz auswies. Der Grund liegt in der Natur des Geschäfts: Große Quantensysteme werden unregelmäßig verkauft. Vertragsabschluss und Umsatzerfassung fallen oft auseinander. Das macht die Quartalszahlen schwer vergleichbar.
Im Gesamtjahr 2025 wuchs der Umsatz auf knapp 24,6 Millionen Dollar— ein Plus von rund 179 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das zeigt das Potenzial, macht aber die Quartals-Volatilität nicht kleiner.
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London und die Roadshow-Offensive
Parallel zur Zahlensaison baut D-Wave seine Präsenz in Europa aus. Am 18. Juni findet in London die „Qubits Europe 2026“ statt— eine ganztägige Nutzerkonferenz mit Demos, Anwendungsfällen und Technologie-Updates. Das Unternehmen positioniert sich als Anbieter zweier Quantenplattformen: annealing-basierte Systeme und Gate-Modell-Systeme, letztere durch die Übernahme von Quantum Circuits Inc. hinzugekommen.
Das politische Umfeld spielt mit. König Charles III. erwähnte Quantencomputing Ende April in seiner Rede vor dem US-Kongress als Zukunftstechnologie für die britisch-amerikanische Zusammenarbeit.
Auf der Investorenseite folgen bis Anfang Juni Auftritte bei Needham, J.P. Morgan, Canaccord Genuity, TD Cowen und Baird. Kein Wunder— das Unternehmen will die Aufmerksamkeit nutzen, solange der Quantum-Sektor im Rampenlicht steht.
Analysten gespalten
Northland Capital Markets startete die Abdeckung im April mit einem „Hold“-Rating und einem Kursziel von 22 Dollar— nahe dem aktuellen Kurs. Der Konsens von 15 Analysten fällt deutlich optimistischer aus: „Strong Buy“ im Schnitt, Kursziel 32,53 Dollar.
Am 12. Mai zeigt sich, ob die Quartalszahlen diese Erwartungen rechtfertigen— oder ob das Unternehmen erklären muss, warum der Umsatz so weit hinter dem Vorjahr zurückbleibt.
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