D-Wave Quantum bekommt Rückenwind aus Washington. Der Quantencomputing-Spezialist hat eine Absichtserklärung über 100 Millionen Dollar an geplanter Förderung unter dem CHIPS and Science Act unterzeichnet. Der Haken: Im Gegenzug soll das US-Handelsministerium Aktien im gleichen Wert erhalten.
An der Börse kam die Nachricht stark an. Am Freitag schloss die Aktie bei 25,04 Euro und legte 13,10 Prozent zu. Auf Wochensicht steht ein Plus von 42,96 Prozent.
Staatliches Geld mit Haken
Wenn die endgültigen Förderdokumente stehen, würde D-Wave neue Stammaktien an das Ministerium ausgeben. Washington wäre dann direkter Anteilseigner. Das ist für ein junges Tech-Unternehmen ein starkes Signal, aber kein Gratisgeld.
Die Mittel sollen D-Waves Annealing-Systeme und Gate-Model-Quantencomputer schneller voranbringen. Dazu zählen Ziele wie ein Annealing-System mit 100.000 Qubits und ein Gate-Model-System mit 10.000 Qubits. Auch Forschungsstandorte in Florida, Connecticut und Kanada sollen profitieren.
Die geplante Struktur belastet bestehende Aktionäre direkt. Für die Förderung müsste D-Wave Stammaktien über 100 Millionen Dollar an das Handelsministerium ausgeben. Geld fließt erst nach finalen Unterlagen, Projektmeilensteinen und verfügbaren Haushaltsmitteln.
Damit rückt ein altes Thema zurück auf die Bühne. Seit Beginn des KI-Booms ist die Zahl der ausstehenden Aktien um fast 226 Prozent gestiegen. Neue staatliche Mittel können Tempo bringen, sie können aber auch den Anteil bestehender Aktionäre weiter verwässern.
TD Cowen sieht D-Wave vorn
TD Cowen zählt D-Wave zu den drei größten Profiteuren der neuen staatlichen Quanteninitiative. In dieselbe Gruppe stellt die Bank Rigetti Computing und GlobalFoundries. Für D-Wave ist das Timing günstig, weil das Management am 28. Mai auf der TD-Cowen-Konferenz in New York auftritt.
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Der Kalender liefert weitere Anlässe:
- 28. Mai: Auftritt des Managements bei der TD-Cowen-Technologiekonferenz
- 1. Juni: erster Investor Day an der New York Stock Exchange und online
- 18. Juni 2026: Qubits Europe in London mit Demos und Technologie-Updates
Der Inhalt ist wichtiger als der Terminplan. D-Wave will dort seine Technologie-Roadmap, kommerzielles Momentum, die Quantum-Circuits-Akquisition und die Finanzstrategie erklären. Genau dort liegt der Test.
Analysten bleiben konstruktiv
Die Analystenlage bleibt freundlich. In der S&P-Global-Umfrage unter 15 Analysten kommt D-Wave auf ein Konsensrating von starker Kaufempfehlung.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 35,17 Dollar. Die Spanne reicht von 19,58 bis 45 Dollar. Damit sehen Analysten weiter Luft nach oben, aber nicht ohne Bedingungen.
Der Kurs preist bereits viel Hoffnung ein. Die Aktie handelt klar über ihren wichtigen gleitenden Durchschnitten, während die Schwankungen hoch bleiben.
Fundamental bleibt das Bild gemischt. D-Wave hält 588,4 Millionen Dollar an Barmitteln, während die Umsatzschätzung für das Gesamtjahr bei knapp 43 Millionen Dollar liegt. Das wäre ein Wachstum von 68 Prozent.
Der erste harte Prüfstein ist der Investor Day an der New York Stock Exchange. Dort muss D-Wave erklären, wie es Staatsgeld, Aktienausgabe und lange Produktzyklen zusammenbringt. Bis die endgültigen Förderverträge stehen, bleibt der Rally eine klare Einschränkung: Der politische Rückenwind kommt mit Verwässerungsrisiko.
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