Die CVS Health Aktie kämpft mit einem gefährlichen Mix aus operativer Stärke und politischen Risiken. Während das Unternehmen mit Rekordzahlen glänzt, droht aus Washington jetzt eine böse Überraschung für den Gesundheitsriesen.
Mit 80,36 Dollar notierte die Aktie zuletzt leicht im Plus, doch die eigentliche Gefahr lauert anderswo: Die spektakuläre Rally von 77 Prozent seit Jahresbeginn steht plötzlich auf der Kippe. Verantwortlich ist die US-Regierung, die geplante Subventionsverlängerungen für das Gesundheitssystem überraschend auf Eis gelegt hat.
Washington zündelt am Pulverfass
Das Weiße Haus stoppte den geplanten Vorschlag zur Verlängerung der Affordable Care Act-Subventionen nach Widerstand der Republikaner. Haussprecher Mike Johnson signalisierte klaren Widerstand gegen die Verlängerung der verbesserten ACA-Beihilfen.
Diese Verzögerung trifft Versicherer wie Aetna, eine Tochter von CVS Health, direkt im Kern. Die Ungewissheit über das Auslaufen der Subventionen Ende 2025 birgt massive Ertragsrisiken für das Managed-Care-Segment. Die entscheidende Frage: Gelingt im Dezember noch ein Kompromiss, bevor die Frist abläuft?
Operative Power trotzt der Krise
Trotz der politischen Stürme liefert CVS Health fundamentale Schwergewichts-Zahlen. Im dritten Quartal 2025 meldete das Unternehmen Rekordumsätze von 102,9 Milliarden Dollar – ein Plus von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- Health Services: +11,6% auf 49,27 Milliarden Dollar
- Pharmacy & Consumer Wellness: +11,7% auf 36,21 Milliarden Dollar
- Health Care Benefits: +9,1% auf 36 Milliarden Dollar
Das Management reagierte auf die starken Zahlen mit einer Anhebung der Jahresprognose. Das bereinigte Ergebnis je Aktie wird nun zwischen 6,55 und 6,65 Dollar erwartet, gegenüber bisher 6,30 bis 6,40 Dollar.
Attraktiv bewertet – aber zu billig?
Aus Bewertungssicht erscheint die Aktie mit einem KGV von 11,6 deutlich günstiger als der Branchendurchschnitt von 17,1. Doch reicht das, um die politischen Risiken auszugleichen?
Analysten sehen ein Kursziel von 87,22 Dollar, was ein Aufwärtspotenzial von 7,8 Prozent bedeuten würde. Die Dividende von 2,66 Dollar je Aktie bringt eine solide Rendite von 3,31 Prozent. Technisch handelt die Aktie klar über ihrem 50-Tage-Durchschnitt – das Aufwärtstrend bleibt intakt.
Institutionelle Zerrissenheit
Während Laurel Wealth Advisors ihre Position im zweiten Quartal aggressiv um über 6.000 Prozent ausbaute, nutzte Virtue Capital Management die Rally für Gewinnmitnahmen und reduzierte das Engagement um fast 50 Prozent. Diese Gegensätze zeigen: Die langfristige Erholungsstory überzeugt, doch die politische Ungewissheit verleitet zum Profit-Taking.
Die Schlacht ist eröffnet: Exzellente Quartalszahlen gegen unberechenbare Regierungsentscheidungen. Die angehobene Jahresprognose bildet zwar einen soliden Boden, doch die Debatten um ACA-Subventionen in Washington werden den kurzfristigen Schwung diktieren.
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