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Cummins Aktie: Enttäuschung

Cummins verfehlt die Gewinnerwartungen im Q4 deutlich, was zu einem Kursrutsch führt. Trotz Umsatzplus drücken hohe Sonderbelastungen aus der Wasserstoff-Restrukturierung das Ergebnis.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinn je Aktie deutlich unter Analystenschätzungen
  • Umsatz übertrifft Erwartungen leicht
  • Hohe Abschreibungen im Wasserstoffgeschäft
  • Starkes Notstromgeschäft für Rechenzentren

Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 fielen gestern gemischt aus – und die Börse reagierte ungnädig. Der Gewinn je Aktie verfehlte die Erwartungen deutlich, was den Kurs im vorbörslichen Handel um über 6 Prozent auf 560 Dollar nach unten drückte. Dabei hatte der Konzern beim Umsatz sogar überrascht.

Gewinn enttäuscht trotz Umsatzplus

Das Ergebnis je Aktie lag bei nur 4,27 Dollar – die Analysten hatten mit 5,01 Dollar gerechnet. Ein Minus von knapp 15 Prozent gegenüber der Prognose. Der Umsatz hingegen übertraf mit 8,5 Milliarden Dollar die Schätzungen von 8,08 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von einem Prozent.

Das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte 1,15 Milliarden Dollar, was einer Marge von 13,5 Prozent entspricht. Im Vorjahresquartal waren es noch 1,02 Milliarden Dollar bei einer Marge von 12,1 Prozent. Allerdings drückten Sonderbelastungen von 218 Millionen Dollar im Zusammenhang mit der strategischen Überprüfung des Elektrolyse-Geschäfts innerhalb der Accelera-Sparte auf das Ergebnis.

Restrukturierung bei Wasserstoff

Die Restrukturierung bei Accelera wiegt schwer. Nach den enttäuschenden Entwicklungen im Markt für grünen Wasserstoff zieht sich Cummins weitgehend aus dem Elektrolyse-Geschäft zurück. Die Nachfrage ist durch Politikänderungen praktisch zusammengebrochen. Bestehende Kundenverpflichtungen werden zwar erfüllt, doch neue kommerzielle Aktivitäten werden gestoppt.

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Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Umsatz auf 33,7 Milliarden Dollar – ein Rückgang von einem Prozent. Bereinigt um Sondereffekte erreichte die EBITDA-Marge allerdings ein Rekordniveau von 17,4 Prozent. Besonders stark liefen die Bereiche Stromversorgungssysteme und Distribution, die beide Rekordmargen erzielten.

Ausblick mit Licht und Schatten

Für 2026 rechnet das Management mit einem Umsatzwachstum von 3 bis 8 Prozent. Die EBITDA-Marge soll bei 17 bis 18 Prozent liegen – was am unteren Ende durch Zollbelastungen von rund 50 Basispunkten gedrückt wird. Das nordamerikanische Lkw-Geschäft bleibt schwach, soll sich aber in der zweiten Jahreshälfte erholen. Unterstützung kommt vom boomenden Geschäft mit Notstromaggregaten für Rechenzentren, wo die Auftragsbücher bis weit ins Jahr 2028 gefüllt sind.

Die Aktie notiert damit deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 617,98 Dollar. Die Enttäuschung der Anleger über den Gewinnrückgang überwiegt vorerst die positiven Signale aus dem Stromgeschäft.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.