CSL hat am Donnerstag weitere 89.271 eigene Aktien zurückgekauft und damit das laufende Rückkaufprogramm auf insgesamt rund 5,1 Millionen Aktien ausgebaut. Hinter dieser Kapitalmaßnahme steckt mehr als nur Routine — denn der Kurs notiert nahe mehrjähriger Tiefststände, und das Unternehmen steht vor einer Reihe strategischer Weichenstellungen.
Seqirus-Abspaltung auf Eis
Ursprünglich sollte die Impfstoffsparte CSL Seqirus noch bis Ende des Geschäftsjahres 2026 als eigenständiges Unternehmen an der ASX gelistet werden. Im Oktober 2025 verschob CSL diesen Plan jedoch — begründet mit schwächeren US-Impfraten und ungünstigen Marktbedingungen. Die Abspaltung soll nun zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, wenn das Umfeld eine Wertmaximierung für Aktionäre erlaubt.
Gleichzeitig läuft das Wachstum bei Andembry, der Therapie gegen hereditäres Angioödem, besser als erwartet. Seit dem Start Mitte 2025 hat das Mittel bereits mehr als 1.000 Patienten erreicht — das entspricht einem Marktanteil von rund 15 % im prophylaktischen Segment der zugelassenen Märkte. UBS schätzt, dass dieser Anteil bis 2027 auf 27 % des globalen HAE-Markts steigen könnte.
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Bewertung und Ausblick
Trotz des Kursdrucks — die Aktie liegt deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt — sehen Analysten Erholungspotenzial. Aktuelle Einschätzungen reichen von „Hold“ mit einem Kursziel von rund 149 australischen Dollar bis zu „Buy“-Ratings mit Zielen von bis zu 163 australischen Dollar, gestützt auf Kostensenkungsprogramme und eine erwartete Normalisierung im Plasmageschäft.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt CSL ein bereinigtes Gewinnwachstum (NPATA) von 7 bis 10 % gegenüber dem Vorjahr an — bei konstanten Wechselkursen und ohne Einmalkosten aus dem Restrukturierungsprogramm. Ob Andembry diesen Pfad absichern kann, wird sich spätestens in den Halbjahreszahlen zeigen, die das zweite Halbjahr mit seinen neuen Produktlaunches abbilden.
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