Auftragsbücher quellen über, neue Technologien erreichen die Truppe. An der Börse sieht die Realität für die Czechoslovak Group (CSG) anders aus. Seit dem Rekord-Börsengang im Januar hat die Aktie massiv an Wert verloren. Aktuell notiert das Papier bei 20,70 Euro. Das entspricht einem Minus von fast 40 Prozent zum Ausgabepreis.
Abwehr aus dem Sturmgewehr
Operativ liefert der Rüstungskonzern durchaus Neuigkeiten. Die italienische Tochtergesellschaft Fiocchi Munizioni bringt eine neuartige Anti-Drohnen-Munition auf den Markt. Soldaten können damit kleine unbemannte Fluggeräte direkt bekämpfen. Sie nutzen dafür ihr normales Sturmgewehr im NATO-Kaliber 5,56 Millimeter. Zusätzliche Spezialausrüstung entfällt.
Das Prinzip ist simpel. Das Geschoss streut nach dem Abfeuern kleine Wolframkugeln. Das erhöht die Trefferwahrscheinlichkeit bei schnellen Zielen am Himmel. Petr Marijczuk leitet die Munitionssparte von CSG. Er verweist auf die veränderte Kriegsführung. Teure Luftabwehrsysteme lohnen sich gegen billige Drohnen oft nicht. Die italienischen Spezialkräfte haben die Neuentwicklung bereits in realistischen Szenarien erfolgreich getestet.
Rekordzahlen treffen auf Kursverfall
Die fundamentale Basis des Unternehmens wirkt robust. Im vergangenen Jahr verdoppelte CSG den Umsatz und das operative Ergebnis. Das Ukraine-Geschäft vervierfachte sich auf 1,7 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand liegt bei über 11 Milliarden Euro. Finanzchef Zdeněk Jurák betont die niedrige Verschuldung. Selbst die Übernahme der Kinetic Group änderte daran nichts.
Ein starker Kontrast. Im Januar feierte CSG noch den weltweit größten Rüstungs-Börsengang. Das Unternehmen sammelte in Amsterdam brutto 3,8 Milliarden Euro ein. Große Investoren wie BlackRock und die Qatar Investment Authority griffen zu. Die anfängliche Euphorie ist inzwischen verflogen.
Am Freitag gab die Aktie weitere drei Prozent nach. Mit 20,70 Euro handelt der Titel gefährlich nah am Rekordtief vom Mittwoch. Dieses liegt bei 20,31 Euro. Fällt der Kurs unter diese Marke, droht aus charttechnischer Sicht weiterer Verkaufsdruck. Die operative Stärke muss sich erst wieder im Börsenwert spiegeln.
Stand heute, 23. Oktober: CSG – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in CSG investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 23. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
