CSG startet stark ins Jahr, aber die Börse schaut nicht nur auf Wachstum. Der Rüstungskonzern liefert höhere Erlöse, mehr operativen Gewinn und bestätigt seine Jahresziele. Der Schwachpunkt liegt im US-Geschäft mit kommerzieller Munition.
Am Freitag schloss die Aktie bei 18,70 Euro, ein Minus von 3,41 Prozent. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 14,14 Prozent. Die Volatilität bleibt hoch, weil starke Auftragsdaten auf klare Belastungen in einem wichtigen Segment treffen.
Rüstungsgeschäft trägt den Konzern
Im ersten Quartal steigerte CSG den Umsatz um 13,8 Prozent auf 1,544 Milliarden Euro. Der Konzern profitiert weiter von hoher Nachfrage in seinen Verteidigungssparten.
Das operative EBIT legte um 8,7 Prozent auf 372 Millionen Euro zu. Die operative Marge erreichte 24,1 Prozent und lag damit im Zielkorridor des Managements.
Noch wichtiger ist der Blick nach vorn. Der Auftragsbestand wuchs um 15,1 Prozent auf 17 Milliarden Euro, die verhandelte Projektpipeline liegt bei 27 Milliarden Euro. Das schafft Sichtbarkeit, auch wenn einzelne Märkte schwächeln.
CSG baut seine regionale Basis breiter auf. Rund 64 Prozent des Quartalsumsatzes kamen aus NATO-Ländern. Der Umsatzanteil der Ukraine ging zurück, während der Konzern stärker in andere Regionen expandiert.
Ein Beispiel ist Südostasien. Dort sicherte sich CSG zuletzt einen Vertrag für ein mehrschichtiges Luftverteidigungssystem über 2,5 Milliarden US-Dollar. Das passt zur Strategie, das Wachstum nicht zu stark von einzelnen Konfliktregionen abhängig zu machen.
Ammo+ bleibt der wunde Punkt
Der stärkste Treiber war das Geschäft mit Verteidigungssystemen. Dort stieg der Umsatz um 26,5 Prozent. Besonders gefragt waren mittlere und große Kaliber sowie Land Systems.
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Anders sieht es bei Ammo+ aus. Der Umsatz des Segments sank um 20,5 Prozent auf 291 Millionen Euro. CSG verweist auf schwierige Bedingungen im kommerziellen US-Vertrieb.
Noch deutlicher fiel der Gewinnrückgang aus. Das operative Ergebnis im Segment rutschte um 68,5 Prozent auf 13 Millionen Euro. Das drückt auf die Wahrnehmung der Aktie, weil Ammo+ eigentlich ein wichtiges Standbein ist.
Das Management sieht aber erste Zeichen einer Erholung. Gegen Ende des Quartals habe sich die Nachfrage spürbar verbessert, begleitet von höheren Preisen. CSG investiert deshalb in Personal und Kapazität.
Dazu gehört der Ausbau der Lieferbeziehung mit dem FBI. Auch Kapazitäten für 5,56-mm-Munition für US-Verteidigung und Strafverfolgung sollen wachsen.
Jahresziele bleiben stehen
CSG hat die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Der Konzern rechnet weiter mit einem Umsatz zwischen 7,4 und 7,6 Milliarden Euro sowie einer operativen EBIT-Marge von etwa 24 bis 25 Prozent.
Die Investitionsquote soll bei rund 8,5 Prozent des Umsatzes liegen. Das Nettoumlaufvermögen will CSG bis Jahresende unter 20 Prozent des Umsatzes drücken.
Neben den Zahlen läuft ein weiterer Strang. CSG hat auf Kritik des Leerverkäufers Hunterbrook Media ausführlich reagiert und die Vorwürfe zum Geschäftsmodell, zur Produktionskapazität, zu IPO-Angaben und zur Governance zurückgewiesen.
Der Kern bleibt damit klar: Land Systems und Munition mittlerer sowie großer Kaliber tragen das Wachstum. Wenn sich Ammo+ in den USA tatsächlich stabilisiert, passt die bestätigte Prognose besser zum starken Auftragsbestand. Ohne diese Erholung bleibt der Margendruck der wichtigste Makel im Zahlenbild.
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