Die Czechoslovak Group (CSG) drängt offensiv auf den amerikanischen Markt. Der tschechische Rüstungskonzern hat eine neue Tochtergesellschaft im Bundesstaat Michigan gegründet. Das Ziel: ein größeres Stück vom gewaltigen US-Verteidigungsbudget.
Die neue Einheit heißt CSG Land Systems North America. Sie fokussiert sich auf die Produktion von Militärfahrzeugen. Im Mittelpunkt der Strategie steht das Artilleriesystem Morana. Diese moderne Panzerhaubitze soll künftig genau die Anforderungen der US-Streitkräfte abdecken.
Anleger reagieren positiv auf diese Expansion. Die CSG-Aktie kletterte in den vergangenen Handelstagen um über 14 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 14,59 Euro. Der Kurs löst sich damit spürbar von seinem jüngsten Tiefpunkt.
Dieser lag Ende Juni bei 12,20 Euro. Die aktuelle Erholung bricht den langfristigen Abwärtstrend allerdings nicht. Vom Jahreshoch bei rund 36 Euro bleibt das Papier weit entfernt. Als nächster harter Widerstand wartet nun die wichtige 50-Tage-Linie.
Die US-Offensive von CSG fällt in eine schwierige Phase für Europas Rüstungsbranche. Einerseits verschob der Panzerhersteller KNDS am Donnerstag seinen Börsengang auf unbestimmte Zeit. Das Management nannte die hohe Marktvolatilität als Grund.
Andererseits verzeichnen internationale Wettbewerber massive Auftragseingänge. Saab liefert Kampfjets im Wert von 2,3 Milliarden Dollar an die Ukraine. BAE Systems übergab derweil neue Spezialfahrzeuge an die US-Nationalgarde. Auch der kanadische Hersteller INKAS baut bereits neue Werke in Nordamerika.
Die Schwankungsbreite der Rüstungswerte bleibt extrem. Die CSG-Aktie steckt laut dem neutralen RSI-Indikator in einer fragilen Stabilisierungsphase. Die neue US-Tochter in Michigan muss jetzt schnell konkrete Aufträge vorweisen. Nur mit echten Bestellungen durchbricht die Aktie die Widerstandsmarke bei 16,10 Euro nachhaltig.
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