Knapp vier Monate nach dem Börsengang notiert CSG rund 45 Prozent unter dem Januar-Hoch. Das Paradoxe: Die Fundamentaldaten könnten kaum besser sein.
Rekordwachstum, aber Kursdruck
Der Rüstungskonzern steigerte seinen Umsatz 2025 um fast 72 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Das bereinigte operative EBIT erreichte 1,6 Milliarden Euro bei einer Marge von 24 Prozent. Der Auftragsbestand wuchs auf 15 Milliarden Euro, die Pipeline auf 27 Milliarden Euro.
Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 7,4 und 7,6 Milliarden Euro an. Die operative Marge soll bei 24 bis 25 Prozent liegen. Mittelfristig strebt CSG Margen von 26 bis 28 Prozent an.
Der Markt zeigt sich davon unbeeindruckt. Freitag schloss die Aktie bei 18,74 Euro— nur knapp über dem Mehrmonatstief vom 29. April. Auf Monatssicht verlor das Papier mehr als 26 Prozent.
Zwei Akquisitionen warten auf grünes Licht
CSG treibt seine Expansion trotzdem voran. Der Konzern übernimmt 49 Prozent an Hirtenberger Defence Systems, einem österreichischen Hersteller von Mörsersystemen und Munition in 60-, 81- und 120-mm-Kalibern. Es ist der erste Zukauf in Österreich.
Parallel dazu hat die Tochter CSG Polska einen Vorvertrag zur Übernahme von DOMAR MS unterzeichnet. Das polnische Unternehmen stellt Kabelstränge, Elektroboxen und Verbinder für Verteidigungssysteme her. Beide Transaktionen stehen noch unter Vorbehalt der Kartellbehörden.
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Im März unterzeichnete CSG außerdem ein Rahmenabkommen mit dem polnischen Rüstungskonzern PGZ. Es umfasst Drohnenantriebe, Raketen, Munition und Landfahrzeuge. Das erklärte Ziel ist ein integriertes mitteleuropäisches Verteidigungsnetzwerk.
Analysten kaufen, der Markt verkauft
Neun Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf— kein einziger rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 35,40 Euro, das höchste bei 42 Euro. Zum aktuellen Kurs entspräche das einem Aufwärtspotenzial von fast 90 Prozent.
Kein Wunder, dass diese Diskrepanz Fragen aufwirft.
Die Hauptsorge am Markt: Ein möglicher Ukraine-Waffenstillstand könnte die Rüstungskonjunktur abwürgen. CSG-Management und Analysten halten dagegen. Die EU-Kommission rechnet allein für dieses Jahr mit Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten von 392 Milliarden Euro. Europas geleerte Munitionslager brauchen Jahre zur Auffüllung— ein Waffenstillstand würde die Nachfrage verschieben, nicht beseitigen.
Moody’s hat CSGs besicherte Schulden im Februar auf Investment-Grade-Niveau angehoben. Fitch bestätigte das Rating bei BBB– mit stabilem Ausblick.
Am 20. Mai veröffentlicht CSG seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Es ist der erste Quartalsbericht seit dem Börsengang— und eine direkte Prüfung, ob die Jahresziele noch stehen.
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