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Symbolbild, KI-generiert

CrowdStrike Aktie: Truist hebt Ziel auf 300 Dollar

CrowdStrike baut seine KI-Sicherheitsangebote aus, prüft eine gemeldete Windows-Schwachstelle und profitiert von angehobenen Kurszielen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Falcon erreicht Anthropic und OpenAI
  • Neue Abwehr für Lieferkettenangriffe
  • Gemeldete Windows-Lücke wird untersucht
  • Scotiabank und Truist erhöhen Kursziele

CrowdStrike hat in der vergangenen Woche die technologische Reichweite seiner Falcon-Plattform durch eine Reihe von Innovationen und Kooperationen massiv ausgeweitet.

Während der Cybersecurity-Spezialist seinen Fokus verstärkt auf den Schutz von KI-Anwendungen und Lieferketten richtet, sah sich das Unternehmen am Freitag mit Berichten über eine neu entdeckte Sicherheitslücke konfrontiert. Das Unternehmen reagierte umgehend auf die Meldungen, während Analysten ihre Kursziele angesichts der starken operativen Entwicklung weiter nach oben schraubten.

Expansion im Bereich der künstlichen Intelligenz

Im Zentrum der jüngsten Entwicklung steht die Sicherung von KI-Ökosystemen. CrowdStrike gab am Mittwoch bekannt, dass die Falcon-Plattform künftig im Anthropic Claude Marketplace verfügbar sein wird. Dies ermöglicht es Kunden, bestehende Verpflichtungen gegenüber Anthropic direkt für den Erwerb von Sicherheitslösungen zu nutzen. Parallel dazu wurde die Zusammenarbeit mit OpenAI intensiviert, um den Schutz auf sogenannte Codex-Agenten auszuweiten.

Bereits am Dienstag erfolgte der Start von Falcon Guardian, einer Lösung für AI Detection and Response (AIDR). Diese soll Transparenz und Schutz während der Laufzeit von KI-Anwendungen gewährleisten.

Diese Funktionalität wurde am selben Tag auf das Google Cloud-Ökosystem ausgeweitet, um Risiken wie Prompt Injection oder Datenlecks in Cloud-basierten KI-Anwendungen zu verhindern. Zudem wurde mit Agentic IdP ein neuer Kontrollmechanismus für KI-Agenten eingeführt, der jedem Agenten eine vertrauenswürdige Identität zuweist und Zugriffsrechte restriktiv steuert.

Ein weiterer technologischer Schwerpunkt liegt auf der Abwehr von Angriffen über die Software-Lieferkette. Die neue Real-Time Supply Chain Attack Protection erkennt und blockiert bösartige Open-Source-Pakete direkt am Endpunkt, noch bevor der darin enthaltene Code ausgeführt werden kann.

Untersuchung einer gemeldeten Sicherheitslücke

Überschattet wurden die Produktankündigungen am Freitag durch Berichte über eine potenzielle Schwachstelle namens „FalconFlank“. Ein Sicherheitsforscher veröffentlichte Informationen zu einem sogenannten Zero-Day-Exploit, der es Angreifern unter bestimmten Bedingungen ermöglichen könnte, Privilegien auf aktuellen Windows-Systemen auszuweiten.

Medienberichten zufolge untersucht CrowdStrike die Behauptungen des Forschers derzeit intensiv. Als vorsorgliche Maßnahme empfahl ein Unternehmenssprecher den Kunden, eine spezifische Richtlinieneinstellung in Windows zur Entfernung verdächtiger Makros in Microsoft Office vorübergehend zu deaktivieren.

Am Aktienmarkt reagierte das Papier mit moderaten Abgaben; der Kurs schloss am Freitag bei 183,14 Euro, was einem Rückgang von 0,9 Prozent entspricht. Über den Zeitraum der vergangenen sieben Tage verzeichnete der Wert ein Minus von 2,9 Prozent.

Analysten heben die Kursziele an

Trotz der Meldungen über die Sicherheitslücke bleibt die Stimmung unter Marktbeobachtern positiv, was vor allem auf die jüngsten Geschäftszahlen zurückzuführen ist.

In dem Ende August veröffentlichten Bericht wies CrowdStrike einen Quartalsumsatz von 1,47 Milliarden US-Dollar aus, was einem Plus von 25,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) im Bereich der KI-Sicherheit konnten sich im Vergleich zum Vorquartal nahezu verdreifachen.

Diese Dynamik veranlasste zahlreiche Analysehäuser zu Neueinstufungen. Die Experten der Scotiabank erhöhten gestern ihr Kursziel von 250 auf 265 US-Dollar. Bereits am Dienstag hatte Truist das Kursziel deutlich von 245 auf 300 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen.

Begründet werden diese Schritte mit der Marktführerschaft bei KI-Sicherheitslösungen und dem langfristigen Potenzial des Unternehmens, die Marke von 20 Milliarden US-Dollar beim jährlichen ARR zu erreichen.

Das Unternehmen selbst hatte Ende August seine Prognose für das Geschäftsjahr 2027 nach oben korrigiert und erwartet nun einen jährlichen ARR zwischen rund 6,60 Milliarden und 6,61 Milliarden US-Dollar.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.