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CrowdStrike Aktie: 5,63-Prozent-Absturz auf 163,84 Euro

Nach kurzer Split-Rally verliert die CrowdStrike-Aktie wieder an Wert. Analysten zeigen sich uneins über die künftige Entwicklung des Cybersecurity-Spezialisten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie fällt nach Split-Rally
  • Analysten mit gemischten Kurszielen
  • Hohe Bewertungskennzahlen bleiben
  • Insider verkaufen Aktienanteile

Fünf Prozent Kursgewinn in einer Woche, dann fast alles wieder verloren. CrowdStrike-Aktionäre erleben gerade, wie schnell ein Split-Hype verfliegen kann. Am Freitag brach die Aktie um 5,63 Prozent auf 163,84 Euro ein — Anleger nehmen reihenweise Gewinne mit.

Der Rückgang ist Teil einer breiteren Korrektur. Über die vergangene Woche verlor das Papier 4,47 Prozent, nachdem es im Monat zuvor noch um 16,8 Prozent gestiegen war. Der Cybersecurity-Konzern kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von 176,93 Milliarden Euro.

Technisches Bild bleibt angespannt

Die Aktie notiert weiterhin unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 209,50 Dollar aus dem Juli. Trader beobachten eine Widerstandszone bei 196,50 Dollar, knapp unter der psychologisch wichtigen 200-Dollar-Marke. Nach unten hin liegt die erste Unterstützung bei 154,50 Dollar.

Der RSI auf 14-Tage-Basis steht bei 56,7 — weder überkauft noch überverkauft. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt jedoch bei 45,28 Prozent. Das Papier reagiert damit empfindlich auf jede neue Nachricht, in beide Richtungen.

Analysten uneins nach dem Split

Der 4-zu-1-Aktiensplit vom 2. Juli hat eine Welle von Kurszielanpassungen ausgelöst. Einheitlich fällt das Bild dabei nicht aus.

Morgan Stanley senkte sein Kursziel am 7. Juli leicht auf 172 Dollar von zuvor 172,50 Dollar, behält aber die Einstufung „Overweight“. Einen Tag später ging Benchmark den entgegengesetzten Weg und hob das Kursziel auf 230 Dollar von 195 Dollar an, verbunden mit einer „Buy“-Empfehlung. Benchmark begründet die optimistischere Sicht mit dem KI-Sicherheitsgeschäft rund um AIDR, Project QuiltWorks und Falcon Flex — Produkte, die CrowdStrike als zentrale Plattform für den KI-Einsatz in Unternehmen positionieren sollen.

Stifel schlägt in eine ähnliche Kerbe. Das Analysehaus senkte sein Kursziel zwar nominal auf 220 Dollar von 790 Dollar — dies ist jedoch reine Split-Mathematik. Auf vergleichbarer Basis entspricht der alte Wert nach dem Split 197,50 Dollar. Stifel hat sein Ziel also tatsächlich angehoben, mit Verweis auf steigende Bewertungsmultiplikatoren in der gesamten Cybersecurity-Branche.

Morgan-Stanley-Analystin Meta Marshall sieht die Zurückhaltung weniger im Geschäftsmodell begründet als in der Umsetzung. Sie verweist auf die Marktführerschaft von CrowdStrike als SaaS-Sicherheitsplattform der nächsten Generation. Die Aktie liegt seit Jahresbeginn 66 Prozent im Plus. Morgan Stanley erwartet weitere Marktanteilsgewinne im Kerngeschäft und rechnet mittelfristig mit einem Umsatzwachstum von über 20 Prozent, getrieben durch Module wie SIEM, Identitätsschutz und Cloud-Sicherheit.

Die Bewertungsfrage

Selbst optimistische Analysten räumen ein: Der Preis ist der wunde Punkt. CrowdStrike handelt zum 161-Fachen der erwarteten Gewinne.

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 38,7 — der höchste Stand seit dem Börsengang 2019. Damit ist die Aktie deutlich teurer als jeder große Wettbewerber im Cybersecurity-Sektor.

Diese Prämie bleibt auch Insidern nicht verborgen. In den vergangenen drei Monaten haben Insider Aktien im Wert von 198,3 Millionen Dollar verkauft. Solche Verkäufe können ein Zeichen dafür sein, dass Personen mit internem Einblick die aktuelle Bewertung oder künftige Entwicklung skeptisch einschätzen.

Ausblick

Ein Ziel hat der Split klar erreicht: Die Aktie ist für mehr Anleger zugänglich geworden, auch für jene ohne mehrere hundert Dollar Investitionskapital pro Stück. Ob daraus dauerhafter Kaufdruck wird, hängt von der operativen Umsetzung in den kommenden Quartalen ab.

Nach Daten des Analysehauses InvestingPro gilt die Aktie derzeit als überbewertet gegenüber ihrem fairen Wert — obwohl 30 Analysten ihre Gewinnschätzungen zuletzt nach oben korrigiert haben. Trader richten den Blick nun auf die Unterstützungszone zwischen 154,50 und 164,86 Dollar sowie auf die Widerstandsbank zwischen 196,50 und 200 Dollar. Dort dürfte sich entscheiden, wohin die Reise als Nächstes geht.

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