Covestro macht Ernst mit der XRG-Integration. Nur wenige Wochen nach Abschluss der Übernahme folgt die erste konkrete Kooperation: Gemeinsam mit Fertiglobe und TA’ZIZ will der Polymerkonzern die Versorgung mit Ammoniak neu aufstellen – einem zentralen Rohstoff für die Produktion von Polyurethan-Komponenten.
Die wichtigsten Punkte:
– Absichtserklärung mit Fertiglobe (weltgrößter Ammoniak-Exporteur) und TA’ZIZ unterzeichnet
– Lieferoptionen für Standorte in China, USA und Europa geplant
– Langfristig: kohlenstoffarmes und grünes Ammoniak aus erneuerbaren Quellen
– XRG hält mittlerweile rund 95 Prozent der Covestro-Anteile
Von Abu Dhabi nach Leverkusen
Das Memorandum wurde am 6. Februar während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnet. Die drei Partner wollen prüfen, wie sie entlang der Ammoniak- und Salpetersäure-Wertschöpfungsketten zusammenarbeiten können.
Für Covestro ist Ammoniak ein kritischer Rohstoff: Er fließt in die Herstellung von MDI und TDI – Grundbausteine für Hart- und Weichschäume aus Polyurethan. Die Vereinbarung sieht sowohl kurzfristige Lieferoptionen von Fertiglobe-Anlagen nach China und in die USA vor als auch langfristige Versorgungsverträge. Zusätzlich sind Infrastrukturprojekte für Lagerung und Transport geplant.
Erste Früchte der XRG-Partnerschaft
Die Kooperation ist ein erstes konkretes Ergebnis der im Dezember 2025 abgeschlossenen Übernahme durch XRG. Der neue Mehrheitseigentümer hält zusammen mit Tochtergesellschaften inzwischen 95,10 Prozent des Aktienkapitals. Fertiglobe operiert ebenfalls innerhalb der XRG-Chemieplattform – was erweiterte internationale Synergien ermöglicht.
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Parallel zur operativen Integration hat XRG Anfang Januar das Squeeze-out-Verfahren eingeleitet. Die Hauptversammlung soll über die Übertragung der verbleibenden Minderheitsanteile gegen Barabfindung entscheiden. Die Höhe der Abfindung steht noch aus.
Segmentwechsel geplant
Covestro hat zudem im Januar den Wechsel vom Prime Standard in den General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse beantragt. Ziel ist die Reduzierung zusätzlicher Kosten, die mit der Prime-Standard-Notierung verbunden sind. Die Zulassung zum regulierten Markt bleibt davon unberührt.
TA’ZIZ, ein Joint Venture zwischen ADNOC und ADQ, entwickelt derweil eine industrielle Chemiezone in Abu Dhabi. Nach Fertigstellung im Jahr 2028 soll die Anlage jährlich 4,7 Millionen Tonnen Chemikalien produzieren – darunter Ammoniak, Methanol und PVC. Die erste Phase soll 50 Milliarden US-Dollar zur Wirtschaft der VAE beitragen.
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