Costco steht Anfang Januar in einem klaren technischen Abwärtstrend, während die Bewertung weiter unter Beobachtung steht. Die Aktie notiert rund um 854 USD und hat im vergangenen Jahr etwa 7% verloren. Ist der Rücksetzer gerechtfertigt? Dieser Artikel beleuchtet Technik, Kennzahlen, Insider- und institutionelle Bewegungen sowie den anstehenden Verkaufsbericht.
Technische Lage und Bewertung
Die Aktie liegt deutlich unter ihren wichtigen gleitenden Durchschnitten: 50-Tage SMA bei 894,79 USD, 200-Tage SMA bei 934,90 USD. Das zeigt eine ausgeprägte Abwärtsbewegung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis bleibt trotz Rückgang von Spitzenwerten nahe 60 weiterhin hoch und wird mit etwa 45,8–48 angegeben. Der Markt ringt damit, eine so hohe Bewertung zu rechtfertigen.
Zahlen und operative Fakten
- Umsatz Q1 FY2026: 65,98 Mrd. USD (+8,2% gg. Vj.).
- Ergebnis je Aktie (EPS): 4,50 USD vs. 4,04 USD im Vorjahr.
- Nettogewinn: 2,001 Mrd. USD für die zwölf Wochen bis 23. November 2025.
- Mitgliedsbeiträge: 1,329 Mrd. USD, +14% nach der Gebührenerhöhung im September 2025.
- Vergleichbare Umsätze: +6,4% gesamt; E‑Commerce: +20,5%.
- Filialanzahl: 923 Standorte, 35 Eröffnungen geplant für FY2026.
- Bezahlte Haushalte: 81,4 Mio. (+5,2%); globale Verlängerungsrate leicht gesunken auf 89,7%.
Diese Kennzahlen zeigen Wachstum und eine starke Mitgliederbasis, gleichzeitig belastet die hohe Bewertung die Aktie.
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Insiderverkäufe und institutionelle Signale
Innerhalb der letzten 90 Tage verkauften Insider 8.946 Aktien im Volumen von rund 8,18 Mio. USD; namentlich betroffen sind Executive Vice Presidents Javier Polit und Claudine Adamo. Parallel dazu zeigen institutionelle Investoren ein geteiltes Bild: Synergy Asset Management erhöhte die Position um über 722% auf 32.307 Aktien, während Jarislowsky Fraser ihre Beteiligung um etwa 6% reduzierte. Diese gegensätzlichen Schritte spiegeln die Debatte größerer Anleger über Chancen versus Bewertungsrisiken wider.
Ausblick: Verkaufsbericht als Wegweiser
Im Fokus steht der Verkaufsbericht für Dezember am 7. Januar. Analysten erwarten eine deutliche Abschwächung der vergleichbaren Umsätze auf rund 2,2% (Vorjahr: 7,4%); Kernwaren ohne Kraftstoff und FX sollen nur noch etwa 2,0% zulegen. Die Prognose für digitale Umsätze liegt bei rund 5,0% gegenüber 34,4% im Dezember 2024. Bestätigt sich dieser Rückgang, würde das den bereits vorhandenen Bewertungsdruck kurzfristig verstärken. Bleiben die Zahlen hingegen deutlich über den Erwartungen, könnte das die Sorgen um die Bewertung zumindest vorübergehend mildern.
Kurz gesagt: Operativ bleibt Costco solide — starke Mitgliederzahlen und Effizienzverbesserungen stützen das Geschäftsmodell. Zugleich rechtfertigt die Kombination aus hoher Bewertung und erwartetem Umsatzwachstumsrückgang erhöhte Vorsicht in der Nähe aktueller Kurse. Am 7. Januar entscheidet der Verkaufsbericht maßgeblich über den nächsten Kursimpuls.
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