CoStar liefert nicht nur Daten, sondern macht sie auch zur Schlagzeile. Gleich drei Veröffentlichungen innerhalb eines Tages zeichnen ein Bild des US-Immobilienmarkts: stabile Leerstände bei Logistikflächen, leicht sinkende Mieten und ein Luxussegment, das regional sehr unterschiedlich tickt.
Industrieflächen: Leerstand bleibt stabil
Die aktualisierte Prognose von CoStar sieht den Leerstand bei US-Industrieimmobilien bis 2027 unverändert. Im dritten Quartal lag die Quote bei 7,3 Prozent. Erst 2028 soll sie allmählich sinken. Gegenüber der vorherigen Prognose ist das eine leichte Verbesserung.
Der Grund: Die Nachfrage zieht an. Im dritten Quartal übertraf sie erstmals wieder das neue Angebot und verhinderte so einen weiteren Anstieg freier Flächen. Für den Rest von 2026 erwartet CoStar, dass die Nachfrage vorne bleibt.
2027 dreht sich das Bild. Die Flächenaufnahme soll auf etwa 204 Millionen Quadratfuß nachlassen, die Fertigstellungen steigen auf rund 243 Millionen. Die Risiken sehen die Analysten laut Juan Arias, dem Leiter der Industrieanalyse, überwiegend auf der Abwärtsseite.
Spekulative Neubauten könnten den Leerstand verlängern, vor allem bei mittelgroßen Logistikobjekten. Handelsunsicherheit, höhere Transportkosten und ein träger Wohnungsmarkt belasten zusätzlich die Nachfrage.
Mieten: Herbst ohne große Ausschläge
Auch bei Wohnungen zeigt sich ein ruhiger Verlauf. Laut dem Oktober-Bericht von Apartments.com fiel die durchschnittliche US-Miete um 0,15 Prozent auf 1.749 Dollar. Es war der zweite Rückgang in Folge. Auf Jahressicht legten die Mieten dennoch um 1,6 Prozent zu, nach 1,5 Prozent im September.
Der Oktober-Rückgang fiel milder aus als im Vorjahresmonat, als die Mieten um 0,25 Prozent nachgaben. Der Markt scheint nach zwei schwächeren Herbsten Halt zu finden. Die Unterschiede zwischen den Regionen bleiben jedoch groß. San Francisco führt mit einem Jahresplus von 12,9 Prozent, Las Vegas (minus 1,9 Prozent) und San Antonio (minus 1,8 Prozent) leiden unter einem Überangebot an Wohnungen.
Luxusimmobilien: San Francisco schert aus
Ein ähnliches Muster zeigt die Analyse von Homes.com zu den teuersten Hausverkäufen im September. Die Spitzenverkäufe lagen im Schnitt 6,2 Prozent unter dem ursprünglichen Angebotspreis. Der teuerste Verkauf war ein Anwesen in Golden Beach bei Miami für 69,5 Millionen Dollar, rund 19 Millionen unter der Forderung.
In San Francisco zahlten Käufer dagegen im Schnitt etwa 20 Prozent mehr als verlangt. Das Unternehmen führt dies auf Vermögen aus dem KI-Boom zurück.
Alle drei Berichte sind Routine, aber sie unterstreichen die Reichweite des Konzerns von Gewerbe- über Wohn- bis zu Luxusimmobilien. Nach eigenen Angaben erreichten die Plattformen im dritten Quartal 121 Millionen monatliche Besucher. Kursrelevante Zahlen enthalten die Veröffentlichungen nicht.
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