Morgan Stanley hat am Freitag das Kursziel für CoreWeave von 99 $ auf 70 $ gesenkt und die Einstufung Equal-Weight beibehalten. Das Analysehaus begründete den Schritt mit Finanzierungsunsicherheit, die den Ausbau bereits vertraglich vereinbarter Kapazitäten schwerer einschätzbar mache.
Die Aktie verlor am Freitag 2,2%, nachdem Associated Press am Donnerstag über einen breiten Rückzug aus KI-Aktien wegen steigender Kreditkosten und schuldenfinanzierter Rechenzentren berichtet hatte.
Kursziele sinken trotz unveränderter Einstufungen
Auch UBS reduzierte am Freitag ihr Kursziel: von 120 $ auf 105 $. Die Kaufempfehlung blieb bestehen. Als Gründe nannten die Analysten Kreditrisiken beim Ausbau der KI-Infrastruktur und die Zeit, die eine Wiederherstellung des Anlegervertrauens benötige.
Medienberichten zufolge spiegelte die Anpassung bei UBS die Finanzierungsbedingungen und die Stimmung der Investoren wider, nicht neu erkannte operative Schwächen. Morgan Stanley verwies dagegen ausdrücklich auf die eingeschränkte Sichtbarkeit bei der Bereitstellung vertraglich vereinbarter Kapazitäten.
Associated Press hob am Donnerstag neben dem schwachen Branchenumfeld auch die Sorgen der Anleger über CoreWeaves eigene Schulden hervor. Der Bericht ordnete die Kursverluste damit sowohl in den allgemeinen Verkaufsdruck bei Technologiewerten als auch in die unternehmensspezifische Finanzierungsdebatte ein.
Schuldenrisiken belasten das Vertrauen
Bloomberg berichtete am 15. Oktober, dass Kreditausfallversicherungen eine Ausfallwahrscheinlichkeit von mehr als 60 Prozent innerhalb von fünf Jahren implizierten. Hintergrund waren fallende Anleihekurse und Bedenken gegenüber den Plänen des Unternehmens, Finanzierungen bei Versicherern einzuwerben.
CoreWeave-Chef Michael Intrator hatte Beschäftigten am 15. Oktober nach einem Bericht von Axios versichert, weiterhin vom Geschäftsmodell überzeugt zu sein. Seine Äußerung fiel in eine Phase, in der sowohl die Aktien als auch die Anleihen des Unternehmens unter Verkaufsdruck standen.
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