CoreWeave liefert in zwei entscheidenden Bereichen gleichzeitig Rekordwerte. Das KI-Infrastrukturunternehmen führt erstmals unabhängige Benchmarks für Inferenzgeschwindigkeit an. Und der Auftragsbestand knackt fast die 100-Milliarden-Dollar-Marke.
Trotz dieser Nachrichten fällt der Aktienkurs am Dienstag um über sieben Prozent auf 90,41 Euro. Das Papier notiert damit rund 43 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht aber immer noch ein Plus von gut 33 Prozent.
Benchmark-Führung bei KI-Inferenz
Eine unabhängige Analyse von Artificial Analysis stufte CoreWeave als führenden Anbieter für Inferenzgeschwindigkeit und Preis-Leistung ein. Die Infrastruktur lieferte beim Test mit dem Moonshot AI Kimi K2.6-Modell eine Ausgabegeschwindigkeit von 205 Token pro Sekunde. Erreicht wurde das mit NVIDIA GB300 Hardware und eigenen Optimierungen.
Der Preis liegt bei 0,70 Dollar pro Million Token. Damit zeigt CoreWeave den Wandel vom trainingsorientierten GPU-Anbieter hin zur produktionsreifen Inferenz. Ein entscheidender Schritt, denn die Branche bewegt sich vom Modelltraining zur echten Anwendung. Dort zählen Durchsatz und Latenz.
Auftragsbestand nähert sich 100 Milliarden
Die technische Leistung spiegelt sich in langfristigen Kundenverträgen wider. Der Umsatz-Backlog stieg zum Ende des ersten Quartals 2026 auf 99,4 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 49 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.
Große Deals treiben das Wachstum: Eine 21-Milliarden-Vereinbarung mit Meta Platforms und erweiterte Partnerschaften mit OpenAI. Das Management gibt an, über 75 Prozent der Umsatzziele für 2027 bereits vertraglich gesichert zu haben.
Mehrere Großbanken reagierten in den letzten 48 Stunden mit angehobenen Kurszielen:
- Cantor Fitzgerald erhöhte das Ziel von 156 auf 167 Dollar, Einstufung „Overweight“. Die Analysten sehen Potenzial von 40 Prozent Aufwärtspotenzial durch den Ausbau der Rechenzentrums-Kapazitäten.
- Bank of America hob das Ziel von 120 auf 140 Dollar an. Der Grund: KI-Inferenz mache inzwischen über 50 Prozent der Compute-Nutzung aus.
- Wells Fargo stufte das Ziel von 135 auf 155 Dollar hoch. Der Backlog von fast 100 Milliarden Dollar biete außergewöhnliche Visibilität für künftige Umsätze.
Operativer Ausbau und Finanzziele
CoreWeave hat die Grenze von einem Gigawatt aktiver Stromkapazität überschritten. Bis Jahresende sollen weitere 700 Megawatt dazukommen. Für 2030 visiert das Unternehmen über 8 Gigawatt an, mit gemischten Standorten aus Leasing und Eigenbau.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt das Management eine Umsatzprognose von 12 bis 13 Milliarden Dollar. Zum Jahresende soll die annualisierte Umsatzrate bei 18 bis 19 Milliarden Dollar liegen. Die massiven Investitionen – bis zu 35 Milliarden Dollar sind geplant – belasten zwar die kurzfristige Profitabilität. Analysten erwarten jedoch, dass die Margen im Laufe des Jahres steigen, sobald die neuen Anlagen voll ausgelastet sind.
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