Die Corbus-Aktie zeigt sich heute mit leichten Gewinnen im After-Hours-Handel bei 9,93 US-Dollar nach einem Schlusskurs von 9,74 US-Dollar. Damit legte der Titel knapp 2 Prozent zu. Im Fokus stehen die jüngsten Quartalszahlen und vor allem die Fortschritte in der klinischen Pipeline.
Finanzpolster sichert Handlungsfähigkeit
Das Biotech-Unternehmen meldete für das zweite Quartal 2025 einen Nettoverlust von 17,7 Millionen US-Dollar – deutlich mehr als von Analysten erwartet. Die operativen Ausgaben stiegen auf 19,2 Millionen US-Dollar, vor allem getrieben durch verstärkte klinische Entwicklungsaktivitäten.
Dennoch verfügt Corbus über ein robustes Finanzpolster: Mit 116,6 Millionen US-Dollar an Barmitteln und Investments ist die Gesellschaft bis ins zweite Quartal 2027 finanziert. Diese Kapitaldecke bietet erheblichen Spielraum für die ambitionierten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.
Onkologie-Pipeline mit entscheidenden Meilensteinen
Im Fokus der Anleger stehen zwei vielversprechende Onkologie-Kandidaten:
- CRB-701: Der Nectin-4-targeting ADC erhält auf der ESMO 2025 im Oktober eine Bühne für aktuelle Phase-1/2-Daten. Die FDA erteilte bereits Fast-Track-Status für rezidivierenden Gebärmutterhalskrebs. Noch im vierten Quartal will Corbus die Dosierungsoptimierung abschließen.
- CRB-601: Für den Anti-Integrin-Antikörper erwartet das Unternehmen noch im laufenden Jahr erste Daten aus der Phase-1-Dosis-Eskalationsstudie.
Aktuell testet Corbus bei CRB-701 zwei Dosierungen (2,7 mg/kg und 3,6 mg/kg) über verschiedene Tumortypen hinweg – von Kopf-Hals-Karzinomen bis hin zu Blasenkrebs.
Obesity-Programm: CRB-913 kommt voran
Parallel arbeitet Corbus an CRB-913 für die Adipositas-Behandlung. Die multiple ascending dose (MAD)-Phase der Studie wurde initiiert, erste Daten werden für das zweite Halbjahr 2025 erwartet. Noch im vierten Quartal soll eine Phase-1b-Studie mit adipösen, nicht-diabetischen Probanden starten.
Präklinische Daten deuten darauf hin, dass CRB-913 stärker peripher begrenzt ist als ältere Wirkstoffe – was möglicherweise zentrale Nebenwirkungen reduzieren könnte.
Analysten sehen erhebliches Kurspotenzial
Trotz der jüngsten Verluste bleiben Analysten optimistisch: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 53,22 US-Dollar und impliziert ein erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau. Die überwiegende Mehrheit der covering Analysten empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf.
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