Anleger der Copart-Aktie blicken gespannt auf den morgigen Donnerstag. Nach einer Schwächephase, die den Kurs auf ein neues Jahrestief drückte, muss der Fahrzeugverwerter nun mit harten Fakten liefern. Können die Quartalszahlen die Wende einleiten oder setzt sich der Abwärtstrend vorerst fort?
Erwartungen und Margendruck
Am morgigen Donnerstag veröffentlicht Copart die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal 2026. Der Marktkonsens rechnet mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 0,39 US-Dollar. Damit läge das Ergebnis unter dem Wert des Vorquartals, in dem das Unternehmen mit 0,41 US-Dollar die Erwartungen noch übertreffen konnte.
Investoren achten besonders darauf, ob Copart seine hohe operative Effizienz verteidigen kann. Zuletzt meldete das Unternehmen eine Nettomarge von beeindruckenden 34,2 Prozent. Angesichts schwankender Fahrzeugpreise auf dem Gebrauchtmarkt wird entscheidend sein, ob diese Rentabilität stabil bleibt.
Bewertung auf dem Prüfstand
Die Aktie steht fundamental unter Beobachtung. Mit einem aktuellen Kurs von etwa 37,52 US-Dollar notiert das Papier nur knapp über dem erst vor wenigen Tagen markierten 52-Wochen-Tief bei 36,85 US-Dollar. Der jüngste Kursrückgang hat jedoch die Bewertung deutlich vergünstigt.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 23 wird die Aktie derzeit mit einem Abschlag gegenüber ihrem historischen 12-Monats-Durchschnitt von 30,8 gehandelt. Analysten bewerten den Titel im Schnitt weiterhin positiv mit „Hold“ bis „Moderate Buy“ und rufen ein durchschnittliches Kursziel von 47,60 US-Dollar auf.
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Strategische Faktoren im Fokus
Neben den reinen Finanzkennzahlen stehen drei strategische Punkte im Mittelpunkt des Interesses:
- Absatzvolumen vs. Preise: Im ersten Quartal sank das globale Versicherungsvolumen um über 8 Prozent, was durch höhere Verkaufspreise kompensiert wurde. Anleger suchen nun Anzeichen für eine Stabilisierung der Stückzahlen.
- Internationales Wachstum: Der Markt für Online-Fahrzeugauktionen soll bis Ende des Jahres auf 12,78 Milliarden US-Dollar wachsen. Die Fähigkeit, in den elf aktiven Auslandsmärkten Marktanteile zu gewinnen, bleibt ein zentraler Wachstumstreiber.
- Kapitalallokation: Nach der im Januar bestätigten Kreditlinie über 1,25 Milliarden US-Dollar warten Marktbeobachter auf Details zur Verwendung dieser Liquidität, etwa für Zukäufe oder den Infrastrukturausbau.
Das Marktumfeld liefert gemischte Signale: Während die Verkäufe gebrauchter Elektrofahrzeuge im Januar um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr stiegen, nehmen die Bestände an Gebrauchtwagen durch Leasingrückläufer insgesamt zu. Für Copart bleibt die langfristig steigende Komplexität von Fahrzeugen und die damit verbundene höhere Totalschadenquote ein struktureller Vorteil.
Morgen Nachmittag herrscht Klarheit. Erreicht das Unternehmen das EPS-Ziel von 0,39 US-Dollar und zeigt eine Stabilisierung der Volumina, könnte dies die Basis für eine Erholung in Richtung der Analystenziele legen. Enttäuscht der Bericht hingegen, rückt die Unterstützung am jüngsten Jahrestief erneut in den Fokus.
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