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Commerzbank Aktie: Zweite Frist bis 3. Juli entscheidend

UniCredit sammelt bislang knapp 40 Prozent der Commerzbank-Anteile ein. Die zweite Frist läuft bis zum 3. Juli.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zweite Annahmefrist bis 3. Juli
  • Bislang knapp 40 Prozent eingesammelt
  • Commerzbank lehnt Angebot ab
  • Aktie nahe 52-Wochen-Hoch

UniCredit hat die Karten auf den Tisch gelegt. Am 19. Juni veröffentlichte die italienische Bank die ersten Ergebnisse ihres Übernahmeangebots — und eröffnete zugleich die zweite Annahmefrist. Bis zum 3. Juli 2026 können Commerzbank-Aktionäre ihre Papiere einreichen. Das ist jetzt der entscheidende Zeitraum.

Zwischenstand: Weniger als erwartet

Bis zum Ende der ersten Frist am 16. Juni nahmen Aktionäre das Angebot für rund 141 Millionen Commerzbank-Aktien an. Das entspricht 12,51 Prozent des Grundkapitals. Hinzu kommen die Aktien, die UniCredit bereits direkt hält: rund 302 Millionen Stück, also 26,77 Prozent.

Der Gesamtblock, den UniCredit damit kontrolliert oder eingesammelt hat, liegt also bei knapp 40 Prozent. Für eine erfolgreiche Übernahme reicht das nicht. UniCredit hält außerdem Instrumente auf weitere 3,22 Prozent der Stimmrechte sowie bar abzurechnende Positionen auf rund 148 Millionen Stimmrechte — diese vermitteln allerdings keine Stimmrechte und berechtigen nicht zur Übernahme von Aktien.

Commerzbank lehnt ab — und zweifelt an den Zahlen

Die Commerzbank bleibt bei ihrer klaren Haltung: Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen, das Angebot nicht anzunehmen. Als Gründe nennt die Bank eine fehlende angemessene Prämie, einen nicht überzeugenden Zusammenschlussplan und Risiken für die künftige Entwicklung.

Schärfer noch: Die Commerzbank stellt die Aussagekraft der Annahmezahlen selbst infrage. Laut Bank ließen sich auf Basis kontinuierlicher Aktionärsstruktur-Analysen keine institutionellen Investoren identifizieren, die einen wesentlichen Anteil angedient hätten. Die Bank hat die BaFin aufgefordert, den Sachverhalt zu untersuchen.

Kurs nahe Jahreshoch, Vollzug noch offen

An der Börse spiegelt sich das Übernahmethema im Kurs wider. Die Commerzbank-Aktie schloss am Freitag bei 38,37 Euro — nur 1,24 Prozent unter dem am 19. Juni markierten 52-Wochen-Hoch von 38,85 Euro. Auf Zwölf-Monats-Sicht liegt das Papier fast 39 Prozent höher.

Vollzogen ist das Angebot damit noch längst nicht. UniCredit selbst weist darauf hin, dass die Verträge weiterhin unter dem Vorbehalt ausstehender Genehmigungen stehen — darunter fusionskontrollrechtliche, außenwirtschaftsrechtliche und finanzaufsichtsrechtliche Freigaben. Der nächste feste Termin: Am 8. Juli will UniCredit die Annahmezahlen nach Ablauf der zweiten Frist bekanntgeben. Bis dahin bleibt das Übernahmeangebot der bestimmende Faktor für den Kurs.

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Diskussion zu Commerzbank

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.