Das Übernahmeangebot der UniCredit war kaum eine Woche alt, da geriet das Marktumfeld aus den Fugen. Der DAX rutschte unter 23.000 Punkte, der Ölpreis schoss auf über 112 Dollar je Barrel — und mittendrin steht die Commerzbank, die sich gleichzeitig gegen einen hartnäckigen Übernahmeinteressenten und eine sich eintrübende Konjunktur stemmt.
UniCredit unter Druck, Übernahme dennoch offen
Am Freitag verlor die UniCredit-Aktie rund fünf Prozent und schloss bei 59,47 Euro — ein merkwürdiger Zeitpunkt, denn erst am 16. März hatte das Mailänder Institut sein offizielles Übernahmeangebot für die Commerzbank bekannt gegeben. CEO Andrea Orcel bekräftigte zwar den Wunsch nach direkten Gesprächen mit Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp, eine feindliche Übernahme schließt er jedoch ausdrücklich nicht aus.
Für die Commerzbank-Aktie bedeutet das anhaltende Unsicherheit. Mit einem RSI von 27,5 und einem Kurs von 30,17 Euro — rund 20 Prozent unter dem im August erreichten 52-Wochen-Hoch von 37,75 Euro — zeigt der Titel deutliche Schwäche. Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast 17 Prozent verloren.
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Widerstand von innen, Risiken von außen
Innerhalb der Commerzbank formiert sich weiter Gegenwehr. Vorstand, Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi lehnen die Übernahmepläne geschlossen ab. Rückenwind kommt auch aus der Politik. Dass UniCredit zeitgleich den Abbau von bis zu 400 IT-Stellen am deutschen Standort ankündigte, liefert den Kritikern zusätzliche Argumente — und nährt Befürchtungen vor weiteren Stellenstreichungen im Falle einer Fusion.
Hinzu kommen makroökonomische Belastungen: Steigende Ölpreise treiben die Inflation und erhöhen die Risiken in der Realwirtschaft. Für eine Bank, die Milliardenkredite an Industriekunden hält, ist das kein günstiges Umfeld.
Die Commerzbank selbst setzt im Abwehrkampf auf ihren Eigenwert — zuletzt mit dem Versprechen von Milliardengewinnen und höheren Dividenden. Eine Entscheidung über das Übernahmeangebot wird für Mai 2026 erwartet. Bis dahin dürften Ölpreisentwicklung, DAX-Stabilität und die Haltung der Aufsichtsbehörden den Takt vorgeben.
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