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Commerzbank Aktie: UniCredit zielt auf 40 Prozent

Neuer Investor hält acht Prozent an der Commerzbank, während UniCredit bis zu 40 Prozent anstrebt. Vorstandschefin Orlopp lehnt das Angebot als zu niedrig ab.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Annahmefrist endet am 3. Juli
  • Unbekannter Investor hält acht Prozent
  • Orlopp ruft zur Ablehnung auf
  • Aktie notiert nahe Jahreshoch

Der Countdown läuft. Am 3. Juli 2026 endet die Annahmefrist für das UniCredit-Übernahmeangebot — und die Commerzbank kämpft bis zur letzten Minute um ihre Eigenständigkeit.

Neuer Großaktionär mischt das Spiel auf

Eine frische Stimmrechtsmeldung sorgt für Bewegung im Aktionärskreis. Ein namentlich nicht genannter Investor hält demnach drei Prozent der Stimmrechte direkt. Weitere fünf Prozent kommen indirekt über Optionen und Swaps hinzu.

Das ist kein Zufall. UniCredit hält aktuell knapp zwölf Prozent der Commerzbank-Anteile und strebt über Finanzinstrumente einen Gesamtanteil von bis zu 40 Prozent an. Ein neuer finanzstarker Aktionär könnte dieses Kräfteverhältnis verschieben — in die eine oder andere Richtung. Marktbeobachter werten die Meldung als Signal, dass sich die Aktionärsbasis weiter konsolidiert.

Orlopp hält die Linie

Vorstandschefin Bettina Orlopp bleibt klar: Das Angebot der Italiener ist zu niedrig. Sie ruft Aktionäre offen dazu auf, die Offerte abzulehnen.

Ihre Botschaft ist eindeutig. Der eigenständige Wert der Bank liege deutlich über dem angebotenen Preis. Die Commerzbank will ihren Unternehmenswert durch eine selbstständige Strategie steigern — keine Fusion, kein Aufgehen in einem europäischen Großkonzern.

Kurs stabil, Annahmequote offen

An der Börse hält sich die Commerzbank-Aktie gut. Sie notiert bei 37,68 Euro und damit rund zehn Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Auf Jahressicht liegt das Plus bei knapp 40 Prozent.

Das 52-Wochen-Hoch von 38,85 Euro, erreicht erst Mitte Juni, ist nur drei Prozent entfernt. Der Markt preist damit weiter eine Übernahmeprämie ein — oder zumindest die Erwartung, dass UniCredit das Angebot noch nachbessern muss.

Entscheidend wird die tatsächliche Annahmequote am 3. Juli sein. Fällt sie niedrig aus, gerät UniCredit unter Druck — und Orlopps Position wird stärker.

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Diskussion zu Commerzbank

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.