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Symbolbild, KI-generiert

Commerzbank Aktie: Showdown am 16. Juni

Commerzbank schüttet Rekordsumme aus und untermauert mit neuer Strategie den Kurs gegen die UniCredit-Übernahme.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekorddividende von 1,10 Euro je Aktie
  • Kapitalrückführung von 2,7 Milliarden Euro geplant
  • Vorstand rät zur Ablehnung des UniCredit-Angebots
  • Strategieprogramm „Momentum 2030“ vorgestellt

Die Commerzbank hat eine Rekorddividende ausgeschüttet – 1,2 Milliarden Euro flossen am Mittwoch an die Aktionäre. 1,10 Euro je Aktie, das ist ein klares Statement in der laufenden Übernahmeschlacht mit der UniCredit. Die Aktie notierte am Donnerstag bei 36,80 Euro, rund sieben Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt.

Die Ausschüttung ist Teil eines massiven Kapitalrückführungsprogramms von insgesamt 2,7 Milliarden Euro für 2025. Hinzu kommen Aktienrückkäufe über 1,5 Milliarden Euro. Die Bank schüttet damit ihr volles bereinigtes Nettoergebnis des Jahres an die Aktionäre aus.

Abwehr mit vollen Kassen

Vorstandschefin Bettina Orlopp setzt die aggressive Ausschüttungspolitik gezielt als Argument gegen das Tauschangebot der Italiener ein. UniCredit hält derzeit knapp 39 Prozent an der Commerzbank und bietet 0,485 eigene Aktien je Commerzbank-Anteil. Der Vorstand rät zur Ablehnung.

Das neue Strategieprogramm „Momentum 2030“ untermauert den Eigenständigkeitskurs. Bis 2030 will die Bank eine Eigenkapitalrendite von 21 Prozent erreichen, die Cost-Income-Ratio auf 43 Prozent drücken. Die Ausschüttungsquote von 100 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses soll auch 2027 und 2028 gelten.

Analysten sehen Potenzial, der Markt bleibt gespannt

Im ersten Quartal 2026 stieg das Ergebnis je Aktie auf 0,84 Euro, von 0,73 Euro im Vorjahr – trotz eines leichten Umsatzrückgangs. Der Median der Kursziele liegt bei 41,50 Euro, Barclays bestätigt „Overweight“ mit Kursziel 42 Euro. Der RSI von 71 deutet auf eine jüngste Dynamik hin.

Der 16. Juni 2026 wird zum Showdown: Dann endet die Annahmefrist des UniCredit-Angebots. Ob die hohe Dividende und die neuen Ziele reichen, um die Aktionäre von der Eigenständigkeit zu überzeugen, klärt sich spätestens dann.

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