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Symbolbild, KI-generiert

Commerzbank Aktie: Orlopp kämpft bis 3. Juli

Bettina Orlopp wirbt per Brief bei Aktionären gegen das UniCredit-Angebot. Der Bund hält seine Anteile, die Frist endet am 3. Juli.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Offener Brief an die Aktionäre
  • UniCredit hält fast 40 Prozent
  • Bund verweigert Andienung
  • Aktie fällt leicht zurück

Fünf Tage bleiben noch. Am Freitag, dem 3. Juli, endet die Annahmefrist für das UniCredit-Übernahmeangebot — und Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp kämpft bis zur letzten Minute um die Eigenständigkeit ihrer Bank.

Offener Brief gegen das Angebot

Orlopp hat die Aktionäre in einem offenen Brief direkt angesprochen. Ihre Botschaft ist klar: Das Umtauschangebot von UniCredit unterschätzt den Wert der Commerzbank. Die Italiener bieten 0,485 eigene Aktien für jede Commerzbank-Aktie. Orlopp hält das für zu wenig — und verweist auf Analystenziele, die rechnerisch über dem aktuellen Angebotswert liegen.

Die Ausgangslage ist allerdings schwierig. UniCredit hält bereits direkt 26,77 Prozent der Anteile. Hinzu kommen Zusagen für weitere 12,51 Prozent aus dem laufenden Angebot. Damit kontrolliert die Bank rechnerisch fast 40 Prozent der Stimmrechte.

Bund hält stand — vorerst

Ein entscheidender Faktor bleibt der deutsche Staat. Der Bund hält rund 12 Prozent der Commerzbank-Anteile und hat signalisiert, diese nicht anzudienen. Das allein reicht nicht, um eine Übernahme zu blockieren. Aber es erhöht den Druck auf UniCredit, das Angebot nachzubessern — genau das beobachten Marktbeobachter derzeit mit Spannung.

Orlopp argumentiert, dass ein eigenständiges Institut langfristig mehr Rendite bietet als eine Fusion mit dem italienischen Wettbewerber. Ob das die verbleibenden Großaktionäre überzeugt, wird sich bis Freitag zeigen.

Kurs unter Druck, Trend intakt

Die Aktie gibt heute 1,41 Prozent nach und notiert bei 37,15 Euro. Das 52-Wochen-Hoch von 38,85 Euro, erst am 19. Juni erreicht, liegt damit knapp vier Prozent entfernt. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 34,14 Euro unterstreicht den mittelfristigen Aufwärtstrend — getragen maßgeblich durch die Übernahmespekulation.

Das makroökonomische Umfeld belastet zusätzlich. Das deutsche BIP stagniert im zweiten Quartal, die Inflation lag zuletzt bei 2,6 Prozent. Aggressive EZB-Zinssenkungen sind damit vorerst vom Tisch — kein Rückenwind für Bankaktien.

Bis Freitag entscheidet sich, ob UniCredit das Angebot erhöht oder ob der Widerstand von Vorstand und Bund ausreicht, um die Übernahme zumindest in dieser Form zu stoppen.

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