Startseite » DAX » Commerzbank Aktie: Orlopp bringt HVB ins Spiel
Symbolbild, KI-generiert

Commerzbank Aktie: Orlopp bringt HVB ins Spiel

Drei Modelle stehen zur Debatte, darunter ein Tausch mit der HVB; eine Einigung zwischen Commerzbank und UniCredit ist offen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Orlopp bringt HVB-Tausch ins Gespräch
  • Drei Übernahmemodelle stehen zur Debatte
  • UniCredit hält knapp 50 Prozent
  • Bewertung und Fristen bleiben offen

Im Übernahmepoker zwischen Commerzbank und UniCredit gibt es eine neue Wendung. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat auf einer Finanzkonferenz erstmals öffentlich einen Aktientausch mit der HypoVereinsbank als mögliche Lösung ins Gespräch gebracht. Ein Detail, das aufhorchen lässt: Damit würde die Commerzbank die deutsche UniCredit-Tochter selbst übernehmen.

Drei Optionen, keine Entscheidung

Orlopp nannte am Donnerstag drei Strukturen, die derzeit auf dem Tisch liegen. Neben dem HVB-Aktientausch stehen ein einfacher Zusammenschluss von Commerzbank und UniCredit sowie ein weiteres Übernahmeangebot der Italiener an die verbliebenen Commerzbank-Aktionäre im Raum. Konkrete Details zu einer Transaktion nannte sie nicht.

Ein erneutes Angebot würde nach Orlopps Einschätzung „höchstwahrscheinlich mit einer Prämie“ erfolgen. Ziel wäre es, den UniCredit-Anteil auf mehr als 90 Prozent zu heben — die Schwelle, ab der eine vollständige Integration realistisch wird. Aktuell hält die italienische Großbank knapp 50 Prozent an der Commerzbank, nach mehr als zwei Jahren beharrlicher Aufstockung gegen erklärten Widerstand aus Berlin.

Der HVB-Vorschlag wirkt wie ein taktischer Schachzug. Statt sich passiv übernehmen zu lassen, würde die Commerzbank selbst zum Käufer und könnte so die Machtverhältnisse im Konzern mitgestalten. Ob UniCredit-Chef Andrea Orcel auf diese Variante eingeht, ist offen — schließlich würde sie seine eigene deutsche Tochtergesellschaft in fremde Hände legen.

Ein zäher Prozess

Orlopp selbst deutete an, dass die Gespräche noch eine Weile dauern dürften. „Alle drei grundlegenden Optionen liegen auf dem Tisch“, sagte sie — eine Formulierung, die eher nach Bestandsaufnahme als nach unmittelbarem Durchbruch klingt.

Für Aktionäre bleibt die Situation vorerst unübersichtlich. Drei mögliche Wege, keine Fristen, keine Zahlen zu Bewertung oder Umtauschverhältnis. Bis UniCredit und Commerzbank sich auf eine der Strukturen festlegen, dürfte die Aktie ihren Kurs vor allem an neuen Wortmeldungen aus Mailand und Frankfurt ausrichten.

Anzeige

Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 24. September liefert die Antwort:

Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Commerzbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Commerzbank

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.