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Commerzbank Aktie: Merz verzichtet auf Veto

Bundesregierung plant kein Veto gegen UniCredit-Übernahme. Commerzbank-Aktie zeigt charttechnische Stärke mit Kursziel bei 37 Euro.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kein staatliches Veto gegen Übernahme
  • Institutionelle Anleger kaufen weiter zu
  • Charttechnik zeigt starke Aufwärtsdynamik
  • Widerstand bei 37 Euro im Fokus

Nach dem Dividendenabschlag sortieren sich die Aktionäre der Commerzbank neu. Der Kursverlust vom Vortag entpuppt sich als reiner Technikeffekt. Parallel dazu rückt ein viel größeres Thema in den Fokus. Die Bundesregierung macht offenbar den Weg für die Übernahme durch UniCredit frei.

Berlin hält sich zurück

Medienberichten zufolge plant Kanzler Friedrich Merz keine direkten Interventionen im Übernahmepoker. Weder ein Veto noch eine Aufstockung des staatlichen Anteils von 12,7 Prozent stehen zur Debatte. Ein Eingreifen Berlins könnte die EU-Kommission als wettbewerbswidrig werten. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp wies derweil Kritik der Europäischen Zentralbank zurück. Die Regierung habe eine Transaktion nie grundsätzlich abgelehnt. Sie kritisiere lediglich das Vorgehen der Italiener.

Institutionelle Käufer stützen den Kurs

Am Markt verdauen die Anleger aktuell die Ausschüttung von 1,10 Euro je Aktie. Das Papier notiert am Freitag bei 35,88 Euro. Die technische Verfassung bleibt trotz des leichten Tagesminus extrem stark. Kein Wunder. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von gut 80 eine massive Kaufdynamik. Hinzu kommt der Chaikin Money Flow. Dieser Indikator liefert seit Mitte April durchweg positive Werte. Institutionelle Investoren bauen also weiter Positionen auf.

Der Blick auf den Chart bestätigt die robuste Lage. Nach unten sichert der 50-Tage-Durchschnitt bei rund 34 Euro den Kurs ab. Auf dem Weg nach oben warten nun markante Hürden. Zunächst muss die Aktie den Bereich um 37 Euro überwinden. Gelingt das, rückt das bisherige Haussetop bei 38,40 Euro in den Fokus.

Die Kombination aus charttechnischer Stärke und politischer Zurückhaltung formt ein klares Bild. Die Commerzbank profitiert von einer signifikanten relativen Stärke im Bankensektor. Fällt in den kommenden Tagen der Widerstand bei 37 Euro, bestätigt das Papier seinen langfristigen Aufwärtstrend. Das Übernahmeszenario durch UniCredit liefert dafür den fundamentalen Treibstoff.

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