Startseite » Marktberichte » Commerzbank Aktie: Management meldet Verdacht an BaFin

Commerzbank Aktie: Management meldet Verdacht an BaFin

Commerzbank-Vorstand meldet ungewöhnliche Aktientransaktionen an die BaFin und vermutet gezielte Manöver aus dem UniCredit-Umfeld.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • UniCredit sammelt Millionen Commerzbank-Aktien ein
  • Management rät von Tauschangebot ab
  • Verdacht auf gezielte Manöver gemeldet
  • Aktienkurs liegt deutlich über Angebotspreis

Der Aktienkurs notiert deutlich über dem Angebotspreis. Dennoch wandern Millionen Papiere in das Tauschangebot der UniCredit. Bei der Commerzbank schrillen deshalb die Alarmglocken. Das Management wittert ein abgekartetes Spiel.

Bis Freitagnachmittag sammelte die italienische Großbank rund 134 Millionen Commerzbank-Aktien ein. Das entspricht knapp zwölf Prozent des Grundkapitals. UniCredit selbst hält bereits direkt fast 27 Prozent der Anteile. Weitere Finanzinstrumente sichern den Italienern zusätzlichen Zugriff.

Meldung an die Finanzaufsicht

Die Frankfurter Konzernspitze rät Aktionären strikt von der Annahme ab. Die Begründung hat es in sich. Das Management beobachtet ein höchst ungewöhnliches Andienungsverhalten. Privatanleger ignorieren die Offerte fast vollständig. Die Commerzbank vermutet gezielte Manöver von Parteien aus dem direkten Umfeld der UniCredit.

Die Mathematik stützt diesen Verdacht. Am Freitag schloss das Papier bei 36,76 Euro. Damit notiert die Aktie rund sechs Prozent über dem rechnerischen Angebotspreis. Die Folge: Wer jetzt tauscht, verliert bares Geld. Die Commerzbank bezweifelt die wirtschaftliche Logik dieser Transaktionen.

Um Licht ins Dunkel zu bringen, meldet das Institut alle Auffälligkeiten an die Finanzaufsicht BaFin. Parallel dazu hält sich der Aktienkurs stabil. Auf Jahressicht steht ein Kursplus von fast 32 Prozent auf der Anzeigetafel. Das aktuelle Niveau liegt nur knapp unter dem Jahreshoch von 38,15 Euro.

Die reguläre Annahmefrist der UniCredit endet am 16. Juni. Danach greift voraussichtlich eine gesetzliche Nachfrist bis zum 3. Juli. Bis dahin pocht die Commerzbank strikt auf ihre Eigenständigkeit.

Diskussion zu Commerzbank

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.