Die DZ Bank hat die Commerzbank am Donnerstag von „Kaufen“ auf „Halten“ herabgestuft. Medienberichten zufolge senkte Analyst Philipp Häßler den fairen Wert von 46 auf 40 Euro. Er begründete den Schritt mit den Aussagen zum Zinsüberschuss und fehlenden kurzfristigen Kurstreibern.
Für Anleger bleibe UniCredit das beherrschende Thema, erklärte Häßler. Die Commerzbank hatte ihre niedrigere Zinsüberschuss-Erwartung am Donnerstag mit dem verstärkten Wettbewerb um Einlagen begründet.
Unterschiedliche Signale aus dem Quartal
Deutsche Bank Research beließ die Commerzbank am Freitag dagegen bei „Hold“ und einem Kursziel von 42 Euro. Analyst Benjamin Goy bezeichnete das Quartal Medienberichten zufolge als durchwachsen: Gewinn vor Risikovorsorge und Nettogewinn hätten enttäuscht. Gebühreneinnahmen, Kosten und Kreditausfälle hätten hingegen positiv überrascht.
Die Commerzbank meldete am Donnerstag für das dritte Quartal 2026 einen Nettogewinn von 859 Mio. Euro. Das entsprach einem Anstieg um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das operative Ergebnis legte im selben Quartal um 25 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro zu. Reuters zufolge verfehlten beide Ergebniswerte die Analystenerwartungen knapp.
Für die ersten neun Monate meldete die Commerzbank das beste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte. Das operative Ergebnis erreichte 4,04 Mrd. Euro, ein Plus von 17 Prozent.
Das Nettoergebnis nach Steuern und Minderheiten stieg in diesem Zeitraum um 41 Prozent auf 2,67 Mrd. Euro.
Niedrigere regulatorische Kapitalanforderungen
Am 27. Oktober hatte die Commerzbank mitgeteilt, dass die EZB ihre bankenspezifischen SREP-Kapitalanforderungen für 2027 erneut gesenkt hat. Der Abstand zur MDA-Schwelle bleibe nach Angaben der Bank komfortabel.
Als nächsten Veröffentlichungstermin hat die Commerzbank den 11. Februar 2027 angekündigt. Dann stehen die Bilanzpressekonferenz und das Ergebnis für das vierte Quartal 2026 an.
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