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Commerzbank Aktie: Frist bis 3. Juli verlängert

Nur geringe Annahmequote beim Übernahmeangebot der UniCredit für die Commerzbank. Die Frist wurde bis zum 3. Juli verlängert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kaum Aktien angedient
  • UniCredit verlängert Angebotsfrist
  • Crédit Agricole stärkt sich in Italien
  • Commerzbank-Kurs nahe Jahreshoch

Mailand meldet Erfolg, Frankfurt sieht das völlig anders. Im Übernahmekampf um die Commerzbank prallen zwei Realitäten aufeinander. Die italienische UniCredit beißt bei den deutschen Aktionären bisher auf Granit.

Aktionäre winken ab

Das Management der Commerzbank tritt den italienischen Siegesmeldungen massiv entgegen. Bisher haben die Investoren kaum Papiere für das laufende Übernahmeangebot eingereicht. Lediglich gut ein Prozent der institutionellen Anleger hat die Aktien angedient.

Bei den Privatanlegern herrscht völlige Flaute. Hier liegt die Quote bei winzigen 0,05 Prozent. Die Folge: Frankfurt wirft der UniCredit vor, ihre Marktposition künstlich aufzublähen. Das italienische Institut wolle so den Druck auf das Management erhöhen.

Fristverlängerung und Nebenkriegsschauplätze

Als Reaktion verlängert die UniCredit ihre Frist. Das Tauschangebot läuft nun bis zum 3. Juli. Marktbeobachter werten diesen Schritt als klares Zeichen für unerwartet starken Widerstand. UniCredit-Chef Andrea Orcel hatte offensichtlich mit einem schnelleren Vollzug gerechnet.

Ein weiteres Problem bindet die Aufmerksamkeit der Italiener. Die französische Crédit Agricole baut ihren Anteil an der Banco BPM massiv aus. Sie hält nun knapp 30 Prozent an dem italienischen Institut. Dieses defensive Manöver zwingt die UniCredit, den heimischen Markt im Blick zu behalten.

Kurs zeigt relative Stärke

Die Börse ignoriert das Störfeuer weitgehend. Am Donnerstag schloss die Commerzbank-Aktie bei 37,48 Euro. Damit bleibt das Papier in direkter Schlagdistanz zum jüngsten Jahreshoch von 38,85 Euro.

Der langfristige Aufwärtstrend ist völlig intakt. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein sattes Kursplus von rund 38 Prozent auf der Tafel. Die Aktie notiert zudem komfortabel über ihrer 50-Tage-Linie.

Der 3. Juli markiert nun den entscheidenden Stichtag in diesem Konflikt. Bis dahin muss die UniCredit ihr Gebot zwingend nachbessern. Ohne neue finanzielle Anreize droht der Angriff an der stabilen Frankfurter Aktionärsstruktur zu scheitern.

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