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Commerzbank Aktie: Entscheidung am 8. Juli

UniCredit hält 42,5 Prozent an der Commerzbank. Die Bundesregierung pocht auf nationale Interessen. Am 8. Juli fällt die regulatorische Vorentscheidung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • UniCredit kontrolliert 42,5 Prozent
  • Bund hält 12 Prozent Anteil
  • Entscheidung über Fusion bis Juli
  • Aktie nahe Allzeithoch notiert

Der 8. Juli rückt näher — und mit ihm eine Weichenstellung im Übernahmekampf um die Commerzbank. UniCredit hat seine Position massiv ausgebaut. Der deutsche Staat hält dagegen. Was jetzt folgt, entscheidet über die Zukunft eines der größten deutschen Kreditinstitute.

UniCredit hält 42,5 Prozent

Die Zahlen sind eindeutig. UniCredit kontrolliert inzwischen 42,5 Prozent des Eigenkapitals der Commerzbank. Davon entfallen 26,77 Prozent auf direkte Aktien, 3,22 Prozent auf ein Derivate-Portfolio und 12,51 Prozent auf bereits vorliegende Angebotsannahmen.

Der Bund hält über den Finanzmarktstabilisierungsfonds noch 12 Prozent. Die Bundesregierung hat klargemacht, dass nationale Interessen Priorität haben. Die Commerzbank betreut über 70.000 Firmenkunden — ein Argument, das in Berlin schwer wiegt.

Regulatorische Entscheidung mit europäischer Tragweite

Eine Fusion beider Banken würde die Aufsicht stärker auf EU-Ebene verlagern. Marktbeobachter werten den Fall als Lackmustest für die europäische Bankenunion. Ob UniCredit die Genehmigung zur weiteren Anteilsaufstockung erhält, soll bis zum 8. Juli feststehen.

Die Aktie notierte zuletzt bei 37,40 Euro — knapp vier Prozent unter dem Allzeithoch von 38,85 Euro, das erst am 19. Juni markiert wurde. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von rund 38 Prozent.

Stimmung bleibt angespannt

Der RSI liegt bei 54,8 — technisch neutral. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 34,06 Euro beträgt knapp zehn Prozent. Der Aufwärtstrend der vergangenen Monate ist damit intakt.

Hält die Bundesregierung ihren Widerstand aufrecht, dürfte UniCredit kaum weiterkommen. Macht Berlin Zugeständnisse, öffnet sich der Weg zu einer vollständigen Übernahme. Am 8. Juli wird sich zeigen, welche Seite die stärkeren Nerven hat — und ob europäische Bankenintegration gegen deutschen Mittelstandsschutz bestehen kann.

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