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Commerzbank Aktie: Die Zinsprognose wird gekappt

Im dritten Quartal stieg der Gewinn auf 859 Millionen Euro; für 2026 rechnet die Bank mit weniger Zinsüberschuss.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Quartalsgewinn klettert auf 859 Millionen Euro
  • Zinsprognose für 2026 auf 8,5 Milliarden gesenkt
  • Mindestgewinnziel von 3,4 Milliarden bleibt bestehen
  • Rund 70 Prozent des Rückkaufs abgeschlossen

Die Commerzbank trifft im dritten Quartal fast exakt die Gewinnerwartung, kappt aber ihre Prognose für den Zinsüberschuss. Vorbörslich gab die Aktie nach, nachdem sie am Vortag im Zuge einer Bankenrally deutlich zugelegt hatte.

Gewinn im Rahmen, Erträge etwas schwächer

Das Konzernergebnis stieg im Quartal um gut 45 Prozent auf 859 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 864 Millionen gerechnet. Die Erträge von 3,2 Milliarden Euro blieben leicht unter dem Konsens von 3,28 Milliarden.

Gerettet hat das Ergebnis die Kostenseite: Verwaltungsaufwand, Risikovorsorge und Steuern fielen jeweils niedriger aus als erwartet. Getragen wird das Wachstum vom Provisionsüberschuss. Besonders stark lief das Privatkundengeschäft in Deutschland, dessen operatives Ergebnis um mehr als 76 Prozent zulegte.

Der Zinsüberschuss wuchs dagegen nur auf 2,12 Milliarden Euro und verfehlte die Erwartung knapp. Die Sonstigen Erträge drehten ins Minus.

Zinsprognose sinkt, Ziel bleibt

Wegen des härteren Wettbewerbs um Einlagen erwartet die Bank für 2026 nur noch rund 8,5 statt 8,6 Milliarden Euro Zinsüberschuss. Ein Teil der Lücke soll das Fair-Value-Ergebnis zusammen mit den Sonstigen Erträgen ausgleichen. Dafür hebt die Bank die Erwartung von rund 300 auf rund 400 Millionen Euro an.

Das Gewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro bleibt bestehen. Nach neun Monaten stehen 2,67 Milliarden in den Büchern, für das Schlussquartal genügen rechnerisch 731 Millionen Euro. Der Analystenkonsens liegt mit 3,55 Milliarden Euro darüber. Auch das Ertragsziel von rund 13,2 Milliarden Euro gilt weiter.

Vorstandschefin Bettina Orlopp spricht von einem Rekordergebnis. Für die ersten neun Monate stimmt das, das Quartal selbst liegt jedoch unter dem Vorquartal mit 898 Millionen Euro. Die Eigenkapitalrendite sank von 12,5 auf 11,9 Prozent. Vom bis zu 1,2 Milliarden Euro schweren Aktienrückkauf sind rund 70 Prozent abgeschlossen.

Chartbild nach dem Kurssprung

Am Mittwoch schloss die Aktie auf Xetra bei 39,85 Euro, 4,9 Prozent höher. Damit eroberte sie die 50-Tage-Linie bei 39,79 Euro zurück. Vorbörslich auf Tradegate gab sie zeitweise rund 3,5 Prozent nach.

Eine erste Hürde liegt beim Tageshoch von 40,39 Euro, darüber beim 52-Wochen-Hoch von 43,37 Euro. Nach unten stützt die 100-Tage-Linie bei 39,04 Euro. Rutscht die Aktie darunter, wäre der Kurssprung vom Mittwoch wieder abgegeben. Die offene Kurslücke reicht bis 37,99 Euro.

Die Analystenziele bewegen sich zwischen 39 und 42 Euro. Sieben von acht Häusern raten zum Halten. Der Kurs liegt damit bereits nahe dem oberen Rand der Spanne.

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Diskussion zu Commerzbank

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.