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Commerzbank Aktie: Deutsche Bank hebt auf 42 Euro

Commerzbank überzeugt mit Gewinnsprung und höheren Zielen, während UniCredit ein reines Aktientausch-Angebot vorlegt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Deutsche Bank erhöht Kursziel auf 42 Euro
  • Nettogewinn übertrifft Erwartungen mit 913 Millionen
  • UniCredit bietet Aktientausch ohne Baranteil
  • Hauptversammlung beschließt Dividende von 1,10 Euro

Starke Zahlen, höhere Ziele, neue Übernahmefantasie: Bei der Commerzbank laufen mehrere Treiber auf einmal zusammen. Das macht die Aktie spannend, aber auch schwerer zu lesen. UniCredit wirbt mit einer Aktienofferte, während Analysten dem Frankfurter Institut mehr zutrauen. Genau diese Mischung hält den Kurs in Bewegung.

Starke Zahlen, höhere Ziele

Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel von 40 auf 42 Euro angehoben. Die Einstufung bleibt bei „Buy“. Analyst Benjamin Goy nennt als Gründe die soliden Quartalszahlen und die ambitionierteren Ziele des Vorstands.

JPMorgan bleibt vorsichtiger. Die US-Bank erhöhte ihr Kursziel von 36 auf 37 Euro, hält aber an „Neutral“ fest. Der Abstand zur Deutschen Bank zeigt, wie unterschiedlich der Markt die neue Ausgangslage bewertet.

Im Strategieprogramm peilt die Commerzbank eine Nettoeigenkapitalrendite von 21 Prozent an. Für das laufende Jahr hob der Vorstand das Ziel für den Nettogewinn auf mindestens 3,4 Milliarden Euro. Beides stützt die These, dass die Bank operativ stärker dasteht als noch vor wenigen Jahren.

Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn lag zuletzt bei 913 Millionen Euro. Damit übertraf die Bank den Konsens von 868 Millionen Euro. Das ist kein kleiner Ausreißer, sondern passt zum Bild steigender Ertragskraft.

Der Provisionsüberschuss stieg um 8,9 Prozent auf 1,10 Milliarden Euro. Die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich auf 53,4 Prozent. Gerade diese Kostenkontrolle ist wichtig, weil sinkende Leitzinsen den Zinsüberschuss belasten können.

UniCredit-Offerte mit Haken

UniCredit reichte am 5. Mai eine Offerte ein: 0,485 UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie. Eine Bar-Komponente enthält das Angebot nicht. Damit hängt der Wert für Commerzbank-Aktionäre direkt am Kurs der italienischen Bank.

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Diese Struktur erklärt die Zurückhaltung. Der Vorstand und Marktbeobachter werten die Offerte in der aktuellen Form als wenig attraktiv. Hinzu kommt, dass die erwarteten Synergien bislang nicht sehr konkret wirken.

Bei 35,83 Euro lag der Schlusskurs am Dienstag, nach einem Minus von 3,32 Prozent in der Wochenfrist. Auf Jahressicht bleibt ein Plus von 37,12 Prozent.

Der RSI von 86,1 wirkt kurzfristig überhitzt. Die Aktie ist also nicht nur von Fundamentaldaten getrieben, sondern auch von Erwartung und Taktik im Übernahmepoker.

Hauptversammlung rückt näher

Am Mittwoch endet die Anmeldung für die Hauptversammlung am 20. Mai. Auf der Tagesordnung steht eine vorgeschlagene Dividende von 1,10 Euro je Aktie. Außerdem sollen Aktionäre über eine neue Ermächtigung für Aktienrückkäufe von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals abstimmen.

Die Auszahlung der Dividende ist für den 26. Mai geplant, der Ex-Tag fällt auf den 21. Mai. Der längerfristige Plan sieht eine volle Ausschüttung des Gewinns vor, sofern die regulatorischen Bedingungen erfüllt sind.

Am 20. Mai steht damit mehr als Routine auf der Agenda. Die Commerzbank kann operative Stärke vorweisen. UniCredit muss dagegen erklären, warum eine reine Aktienofferte ohne Baranteil genug Zugkraft entwickeln soll.

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Diskussion zu Commerzbank

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.