BlackRock hat seine Beteiligung an der Commerzbank leicht verringert. Der weltgrößte Vermögensverwalter hält nun noch 5,50 Prozent der Stimmrechte an dem Frankfurter Kreditinstitut – zuvor waren es 5,81 Prozent. Das geht aus einer Pflichtmitteilung vom 20. Februar 2026 hervor, die sich auf den Stichtag 17. Februar bezieht.
Insgesamt kontrolliert BlackRock damit rund 62 Millionen Stimmrechte an der Commerzbank. Zusätzlich hält der US-Konzern über Finanzinstrumente weitere 0,54 Prozent, sodass die Gesamtposition bei 6,04 Prozent liegt – ein leichter Rückgang gegenüber den zuvor gemeldeten 6,09 Prozent.
Barclays bleibt bei „Equalweight“
Die britische Investmentbank Barclays hat ihre Einschätzung zur Commerzbank-Aktie bestätigt. Analystin Flora Bocahut, die ab sofort für die Coverage zuständig ist, beließ das Rating bei „Equalweight“ und hob das Kursziel auf 35 Euro an. In ihrer am Freitag veröffentlichten Studie verweist sie auf solide Fundamentaldaten mit einem von den Erträgen getriebenen, starken Ergebniswachstum je Aktie.
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Die Commerzbank profitiere von Rückenwind in Deutschland und Polen, so Bocahut. Allerdings lägen ihre Gewinnprognosen unter den Konsensschätzungen. Zudem biete das aktuelle Bewertungsniveau nur begrenztes Kurspotenzial. Die Aktie notierte am Freitag bei 34,31 Euro und damit 0,59 Prozent im Plus.
Enttäuschendes Jahr 2026
Das laufende Jahr verläuft für die Commerzbank-Aktie bisher ernüchternd. Während 2025 noch eine Verdopplung des Kurses gelang, dümpelt das Papier nun am Ende der Peergroup vor sich hin. Besonders die Sorgen um eine mögliche Disruption vieler Geschäftsmodelle durch neue KI-Programme haben europäische Finanzwerte in den vergangenen Wochen belastet.
Unterdessen fordert Ökonom Moritz Schularick, Leiter des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, die Bundesregierung auf, ihre Blockade einer angedachten Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank UniCredit aufzugeben. „Dass eine italienische Großbank eine deutsche Großbank übernimmt, klingt für mich nach Kapitalmarktunion“, sagte Schularick in einem Interview. Die Kapitalmarktunion stocke vor allem wegen Partikularinteressen in den Mitgliedsstaaten.
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