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Commerzbank Aktie: BlackRock reduziert

Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat seine Stimmrechte an der Commerzbank leicht verringert. Barclays bestätigt unterdessen ihre Einschätzung und erhöht das Kursziel auf 35 Euro.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • BlackRock verringert Stimmrechtsanteil leicht
  • Barclays bestätigt 'Equalweight'-Rating
  • Neues Kursziel von 35 Euro festgelegt
  • Aktie notiert leicht über 34 Euro

BlackRock hat seine Beteiligung an der Commerzbank leicht verringert. Der weltgrößte Vermögensverwalter hält nun noch 5,50 Prozent der Stimmrechte an dem Frankfurter Kreditinstitut – zuvor waren es 5,81 Prozent. Das geht aus einer Pflichtmitteilung vom 20. Februar 2026 hervor, die sich auf den Stichtag 17. Februar bezieht.

Insgesamt kontrolliert BlackRock damit rund 62 Millionen Stimmrechte an der Commerzbank. Zusätzlich hält der US-Konzern über Finanzinstrumente weitere 0,54 Prozent, sodass die Gesamtposition bei 6,04 Prozent liegt – ein leichter Rückgang gegenüber den zuvor gemeldeten 6,09 Prozent.

Barclays bleibt bei „Equalweight“

Die britische Investmentbank Barclays hat ihre Einschätzung zur Commerzbank-Aktie bestätigt. Analystin Flora Bocahut, die ab sofort für die Coverage zuständig ist, beließ das Rating bei „Equalweight“ und hob das Kursziel auf 35 Euro an. In ihrer am Freitag veröffentlichten Studie verweist sie auf solide Fundamentaldaten mit einem von den Erträgen getriebenen, starken Ergebniswachstum je Aktie.

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Die Commerzbank profitiere von Rückenwind in Deutschland und Polen, so Bocahut. Allerdings lägen ihre Gewinnprognosen unter den Konsensschätzungen. Zudem biete das aktuelle Bewertungsniveau nur begrenztes Kurspotenzial. Die Aktie notierte am Freitag bei 34,31 Euro und damit 0,59 Prozent im Plus.

Enttäuschendes Jahr 2026

Das laufende Jahr verläuft für die Commerzbank-Aktie bisher ernüchternd. Während 2025 noch eine Verdopplung des Kurses gelang, dümpelt das Papier nun am Ende der Peergroup vor sich hin. Besonders die Sorgen um eine mögliche Disruption vieler Geschäftsmodelle durch neue KI-Programme haben europäische Finanzwerte in den vergangenen Wochen belastet.

Unterdessen fordert Ökonom Moritz Schularick, Leiter des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, die Bundesregierung auf, ihre Blockade einer angedachten Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank UniCredit aufzugeben. „Dass eine italienische Großbank eine deutsche Großbank übernimmt, klingt für mich nach Kapitalmarktunion“, sagte Schularick in einem Interview. Die Kapitalmarktunion stocke vor allem wegen Partikularinteressen in den Mitgliedsstaaten.

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Diskussion zu Commerzbank

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.