Rekordgewinne, Rekorddividende, Rekordausschüttung — und trotzdem steht die Aktie unter Druck. Hinter diesem Widerspruch steckt vor allem ein Name: UniCredit.
Die Commerzbank schloss am 9. März ihren sechsten Aktienrückkauf in Folge ab. Für 524 Millionen Euro erwarb die Bank rund 15,7 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 33,45 Euro. Zusammen mit einem früheren Rückkaufprogramm flossen damit allein über Rückkäufe 1,5 Milliarden Euro an die Aktionäre zurück. Die gesamte Kapitalrückgabe für das Geschäftsjahr 2025 beläuft sich auf 2,7 Milliarden Euro.
Starke Zahlen als Argument gegen die Übernahme
Das operative Fundament ist dabei bemerkenswert solide. Das bereinigte Nettoergebnis stieg um 13 Prozent auf einen Rekordwert von 3 Milliarden Euro. Für 2026 hat das Management den Ausblick auf über 3,2 Milliarden Euro angehoben. Zur Hauptversammlung am 20. Mai schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vor — nach 0,65 Euro im Vorjahr. Ausgezahlt werden soll sie am 25. Mai, der Ex-Tag ist der 21. Mai.
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Diese Zahlen sind kein Zufall. Die Commerzbank nutzt sie gezielt als Argument für die eigene Eigenständigkeit — gegen das Tauschangebot von UniCredit, das zuletzt einem impliziten Preis von rund 30,80 Euro entsprach. Der aktuelle Kurs von 31,63 Euro liegt nur knapp darüber. Vorstandschefin Bettina Orlopp hat das Angebot als nicht werthaltig zurückgewiesen. Bundesregierung, Betriebsrat und Gewerkschaft teilen diese Haltung. Orlopp warnte explizit vor einem radikalen Stellenabbau nach dem Muster der HypoVereinsbank: „Anders kommt man nicht auf eine Kostenquote von 35 Prozent.“
Hauptversammlung im Mai als Kraftprobe
Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 13 Prozent verloren — ein Rückgang, der weniger die operative Lage widerspiegelt als die Unsicherheit über den Ausgang des Übernahmekonflikts. Der RSI liegt mit 30,4 im überverkauften Bereich, was technisch auf eine angespannte Stimmung hindeutet.
Am 20. Mai treffen beide Agenden direkt aufeinander: Die Aktionäre stimmen über die Rekorddividende ab, während Belegschaft und Gewerkschaft ihren Widerstand gegen die Mailänder Pläne öffentlich machen dürften. Die Bundesregierung als Ankeraktionär bleibt vorerst ein Hemmschuh für eine schnelle Einigung — und damit der entscheidende Faktor dafür, ob die Commerzbank ihren Wachstumspfad unter eigenem Namen weitergeht oder als Teil eines europäischen Bankkonzerns.
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