Startseite » Europa-Märkte » Commerzbank Aktie: BaFin prüft UniCredit-Quoten
Symbolbild, KI-generiert

Commerzbank Aktie: BaFin prüft UniCredit-Quoten

Die Finanzaufsicht untersucht die gemeldeten Annahmequoten der UniCredit im Übernahmepoker um die Commerzbank.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • BaFin startet offizielle Prüfung
  • UniCredit meldet 11,2 Prozent Annahmequote
  • Aktienkurs übertrifft Tauschangebot deutlich
  • EZB-Zinsanhebung stärkt Eigenständigkeitsstrategie

Der Übernahmekampf um die Commerzbank eskaliert kurz vor Fristende. Am kommenden Dienstag läuft das Tauschangebot der UniCredit aus. Nun schaltet sich die deutsche Finanzaufsicht ein. Die BaFin prüft offiziell die gemeldeten Annahmequoten der Italiener.

Zweifel an der Annahmequote

Hintergrund sind Beschwerden über mangelnde Transparenz. UniCredit meldete zuletzt eine Annahmequote von rund 11,2 Prozent. Damit stiege die Gesamtbeteiligung inklusive Derivaten auf über 37 Prozent. Das Management der Commerzbank bezweifelt diese Zahlen massiv. Die Frankfurter vermuten technische Buchungen von Parteien aus dem direkten Umfeld der Italiener.

Börsenkurs schlägt Angebot

Ein Blick auf den Aktienkurs erklärt die Zurückhaltung der Investoren. UniCredit bietet 0,485 eigene Papiere für eine Commerzbank-Aktie. Der rechnerische Wert dieser Offerte liegt deutlich unter dem aktuellen Marktniveau. Am Freitag schloss die Commerzbank bei 36,88 Euro.

Damit notiert der Kurs rund sechs Prozent über dem Angebot. Ein Verkauf über die Börse bringt Aktionären schlicht mehr Erlös. Die Folge: Ein Tausch lohnt sich derzeit nicht. Die Aktie zeigt sich ohnehin robust. Auf Jahressicht steht ein Plus von gut 32 Prozent. Der Kurs verläuft sicher über dem 50-Tage-Durchschnitt von 35,65 Euro.

Zinsen stützen Eigenständigkeit

Rückenwind liefert die Europäische Zentralbank. Die Währungshüter hoben den Einlagensatz am Donnerstag auf 2,25 Prozent an. Das stützt die Zinsmarge der Frankfurter Bank. Die Strategie der Eigenständigkeit gewinnt dadurch an Glaubwürdigkeit.

Am Dienstag fällt die erste Entscheidung. Bleibt die Annahmequote der UniCredit niedrig, geraten die Italiener unter Zugzwang. Sie müssen dann entweder finanziell nachbessern oder ihre Strategie ändern. Parallel dazu stehen wichtige Makrodaten an. Am Montag folgen die deutschen Großhandelspreise, am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartungen. Diese Zahlen zeigen den Zustand des deutschen Mittelstands. Das ist das wichtigste Geschäft der Commerzbank.

Anzeige

Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 25. September liefert die Antwort:

Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Commerzbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Commerzbank

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/