UniCredit hat am 5. Mai 2026 die formelle Angebotsunterlage für die Commerzbank veröffentlicht. Damit läuft die Annahmefrist — und der Widerstand wächst.
Angebot ohne Prämie
Das Angebot der Mailänder: 0,485 UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie. Auf Basis des UniCredit-Schlusskurses vom 4. Mai ergibt das rund 31,07 Euro je Aktie. Gegenüber dem damaligen Commerzbank-Kurs von 34,02 Euro ist das ein Abschlag von 8,7 Prozent.
Statt einer klassischen Übernahmeprämie verlieren Aktionäre also Wert. Kein Wunder, dass Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank das Angebot als „feindlich“ einstufen. Die Bank kritisiert, dass UniCredit weder konstruktive Vorschläge vorgelegt noch eine angemessene Prämie geboten hat.
Widerstand aus mehreren Richtungen
Die Commerzbank steht nicht allein. Verdi lehnt die Übernahme ab und verweist auf mögliche Jobverluste — sowohl bei der Commerzbank als auch bei der Hypovereinsbank, die bereits zur UniCredit gehört. Der Bund hält 12 Prozent an der Commerzbank und trägt damit eine besondere Verantwortung. Verdi fordert ihn auf, den deutschen Mittelstand, Millionen Privatkunden und Tausende Beschäftigte zu schützen.
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UniCredit-Chef Andrea Orcel erwartet ausdrücklich nicht, mit diesem Angebot eine Kontrollmehrheit zu erringen. Sein Ziel: den Anteil auf über 30 Prozent erhöhen. Die Annahmefrist läuft voraussichtlich bis zum 3. Juli 2026. Ein regulatorischer Abschluss ist frühestens 2027 realistisch.
Commerzbank setzt auf Eigenständigkeit
Die Commerzbank kontert mit einer eigenen Strategie. Am 8. Mai 2026 veröffentlicht sie ihre Quartalszahlen — verbunden mit einem Strategie-Update und angehobenen Finanzzielen über die ursprünglichen 2028er-Ziele hinaus. Am 20. Mai folgt die Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung stehen der Dividendenvorschlag von 1,10 Euro je Aktie sowie eine Ermächtigung für weitere Aktienrückkäufe.
Der Kurs spiegelt die Übernahmephantasie: Mit 37,06 Euro liegt die Aktie rund 20 Prozent über dem impliziten Angebotspreis von UniCredit. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs kaum bewegt, auf Jahressicht steht ein Plus von rund 52 Prozent. Das zeigt: Der Markt traut UniCredit entweder eine Nachbesserung zu — oder er wettet auf eine eigenständige Commerzbank, die ihren Wert weiter ausbaut.
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