Die Commerzbank hat am Montag ihren sechsten Aktienrückkauf erfolgreich beendet. Insgesamt flossen 524 Millionen Euro an die Aktionäre zurück. Seit dem Start am 12. Februar 2026 kaufte die Bank 15.676.410 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von rund 33,45 Euro je Aktie zurück. Das entspricht 1,39 Prozent des Grundkapitals.
„Der Abschluss des Aktienrückkaufs ist ein wichtiger Meilenstein unserer Kapitalrückgabe für das Geschäftsjahr 2025″, sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp. Zusammen mit dem im Dezember abgeschlossenen Rückkauf hat die Bank bereits 1,5 Milliarden Euro an die Anteilseigner zurückgegeben. Die erworbenen Aktien sollen zu einem späteren Zeitpunkt eingezogen werden.
Rekorddividende geplant
Zusätzlich zum Aktienrückkauf schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vor – ein deutlicher Sprung gegenüber 0,65 Euro im Vorjahr. Insgesamt würde dies rund 1,2 Milliarden Euro ausmachen. Die Hauptversammlung im Mai muss dem Vorschlag noch zustimmen.
Insgesamt plant die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2025 eine Kapitalrückgabe von 2,7 Milliarden Euro. Das entspricht 100 Prozent des Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen und nach Abzug der AT-1-Kuponzahlungen. Von 2022 bis 2025 wird die Bank damit in Summe rund 5,8 Milliarden Euro an ihre Aktionäre zurückgegeben haben.
Stürmisches Marktumfeld belastet
Die positive Nachricht kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der DAX startete am Montag mit einem Minus von annähernd drei Prozent in die Handelswoche. Die Eskalation im Nahen Osten trieb den Ölpreis über die Marke von 100 US-Dollar und sorgt für erhebliche Verunsicherung an den Finanzmärkten.
Bankaktien werden übermäßig abverkauft, obwohl sie von Versorgungsengpässen bei fossilen Brennstoffen nicht direkt betroffen sind. Anleger fürchten jedoch die Auswirkungen steigender Energiepreise auf die Konjunktur und damit auf die Kreditqualität.
Zusätzlich belasten schwache Konjunkturdaten aus Deutschland die Stimmung. Die Industrieaufträge sanken im Januar um 11,1 Prozent im Monatsvergleich – deutlich stärker als die erwarteten 4,3 Prozent. Auch die Produktion fiel unerwartet um 0,5 Prozent. Experten der Commerzbank selbst schreiben: „Alles in allem lassen die heutigen Zahlen nicht erwarten, dass die Industrie im ersten Quartal das Wachstum der deutschen Wirtschaft unterstützen wird.“
Strategie auf Kontinuität ausgelegt
Für die kommenden Jahre strebt die Bank an, weiterhin 100 Prozent des Nettoergebnisses nach Abzug von AT-1-Kuponzahlungen auszuschütten. Dies gilt für 2026, 2027 und 2028. Die Höhe der Rückgaben soll dabei kontinuierlich steigen, basierend auf dem geplanten Anstieg des Nettoergebnisses im Rahmen der Strategie „Momentum“.
Ob die ambitionierten Pläne angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen und der schwächelnden deutschen Industrie aufgehen, bleibt abzuwarten. Die kommenden Wochen dürften zeigen, wie robust das Geschäftsmodell der Commerzbank in einem deutlich schwierigeren Umfeld ist.
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