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Commerzbank Aktie: 600 Millionen für KI bis 2030

Commerzbank präsentiert auf Hauptversammlung KI-Strategie und Sparziele, um Eigenständigkeit gegen UniCredit-Offerte zu verteidigen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Hauptversammlung als Richtungsentscheidung
  • KI-Investitionen von 600 Millionen Euro
  • Stellenabbau von 3.000 Vollzeitstellen
  • Rekordquartalsgewinn von 913 Millionen Euro

Commerzbank geht mit Rückenwind in eine heikle Hauptversammlung. Die Aktie hält sich nahe ihrem Jahreshoch, während UniCredit Druck macht. Der Vorstand setzt dagegen auf KI, Sparziele und eine höhere Kapitalrückführung.

Aktie stark, Technik angespannt

Am Montag schloss die Aktie bei 35,86 Euro. Sie liegt 7,55 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt, der RSI beträgt 86,1. Das zeigt Stärke, aber auch eine kurzfristig angespannte technische Lage.

Der Kurs spiegelt damit viel Optimismus wider. Nach der starken Entwicklung der vergangenen Monate reicht ein normales gutes Quartal kaum noch aus. Die Bank muss nun zeigen, dass ihr Eigenständigkeitsplan mehr ist als eine Abwehrlinie gegen UniCredit.

KI wird zum Kern der Strategie

Der Strategieplan trägt den Namen „Momentum 2030“. Er verknüpft Effizienz, Kundennähe und Eigenständigkeit. Der Vorstand stellt ihn klar gegen das Angebot von UniCredit.

Die Bank will über die zweite Hälfte des Jahrzehnts rund 600 Millionen Euro in KI stecken. Ab 2030 soll daraus ein jährlicher Wertbeitrag von 500 Millionen Euro entstehen. Das ist ambitioniert, aber der Hebel ist klar: weniger manuelle Arbeit, schnellere Prozesse, bessere Beratung.

Auch die Kostenbasis soll sinken. Die Cost-Income-Ratio soll auf 43 Prozent fallen. Zuletzt lag sie noch bei 53 Prozent. Gelingt das, würde die Bank ihre Profitabilität spürbar verbessern.

Der Umbau trifft auch die Belegschaft. Weitere 3.000 Vollzeitstellen sollen entfallen. Aktuell beschäftigt die Bank rund 38.000 Menschen. Hinzu kommt ein früher angekündigter Abbau von 3.900 Stellen.

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Die Bank beziffert die Kosten auf etwa 450 Millionen Euro. Sie verweist auf Verrentung, Altersteilzeit und eine Zusatzprämie von 50.000 Euro. Betriebsbedingte Kündigungen gelten laut Verdi auf Basis der Vereinbarung faktisch als ausgeschlossen.

Starke Zahlen stützen den Vorstand

Die operative Ausgangslage hilft dem Management. Commerzbank erzielte zuletzt einen Nettogewinn von 913 Millionen Euro. Laut Bank war es das beste Quartalsresultat ihrer Geschichte.

Der Gewinn lag 9,4 Prozent über dem Vorjahr. Das operative Ergebnis stieg auf 1,358 Milliarden Euro. Die harte Kernkapitalquote lag bei 14,5 Prozent und gibt Raum für Ausschüttungen.

Am 20. Mai treffen sich die Aktionäre in Wiesbaden. Auf der Tagesordnung steht der Dividendenvorschlag von 1,10 Euro je Aktie. Außerdem stimmen sie über eine Ermächtigung für weitere Aktienrückkäufe ab.

Zwischen September 2025 und März 2026 schloss die Bank zwei Rückkäufe über rund 1,5 Milliarden Euro ab. Zusammen mit der vorgeschlagenen Dividende läge die Kapitalrückführung bei rund 2,7 Milliarden Euro.

UniCredit veröffentlichte seine Angebotsunterlage am 5. Mai. Die erweiterte Annahmefrist läuft voraussichtlich bis zum 3. Juli. Die Hauptversammlung wird damit zur ersten großen Bewährungsprobe für den Eigenständigkeitskurs der Commerzbank.

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