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Commerzbank Aktie: 36,50 Euro gegen 31-Euro-Angebot

JPMorgan hebt Kursziel auf 37 Euro an. Die Commerzbank-Aktie notiert deutlich über dem UniCredit-Angebot, Analysten loben die neue Strategie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurslücke zur Offerte vergrößert sich
  • JPMorgan erhöht Kursziel auf 37 Euro
  • Neue Strategie überzeugt Analysten
  • Hauptversammlung plant höhere Dividende

Der Markt traut dem Übernahmeangebot der UniCredit nicht. Während die Italiener faktisch rund 31 Euro je Aktie bieten, notiert die Commerzbank deutlich höher. Aktuell kostet das Papier 36,50 Euro. Das US-Bankhaus JPMorgan sieht sogar noch etwas Luft nach oben.

Analysten loben neue Strategie

JPMorgan hat das Kursziel am Donnerstag von 36 auf 37 Euro angehoben. Die Einstufung bleibt auf „Neutral“. Die Experten begründen den Schritt mit starken Zahlen zum ersten Quartal. Auch die überarbeitete Strategie „Momentum 2030“ überzeugt die Bank.

Das Frankfurter Institut rechnet für das laufende Jahr mit mindestens 3,4 Milliarden Euro Nettogewinn. Die Analysten heben ihre Gewinnerwartungen bis 2028 entsprechend an. Wegen der unklaren Übernahmesituation halten sie sich mit einer Kaufempfehlung aber zurück.

Deutlicher Abstand zur Offerte

Die Lücke zwischen Börsenkurs und Übernahmeangebot prägt den Handel. Die UniCredit bietet einen reinen Aktientausch ohne Barkomponente. Der Abschlag von über 15 Prozent zeigt die Skepsis der Investoren. Wer das Angebot annimmt, trägt das volle Kursrisiko der Mailänder Bank.

Die Commerzbank-Aktie zeigt sich von den Avancen unbeeindruckt. Auf Jahressicht steht ein Plus von fast 40 Prozent auf der Anzeigetafel. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 83 allerdings einen überkauften Markt.

Abwehrkampf in Wiesbaden

Am 20. Mai trifft sich das Management mit den Aktionären zur Hauptversammlung. Die Führung will die Eigenständigkeit durch attraktive Kapitalrückgaben sichern. Auf der Tagesordnung steht eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie.

Ein kräftiger Sprung. Im Vorjahr erhielten Anleger lediglich 65 Cent. Außerdem schlägt der Vorstand eine Ermächtigung für weitere Aktienrückkäufe vor. Diese umfasst bis zu zehn Prozent des Grundkapitals. Stimmen die Aktionäre diesen Plänen zu, baut die Commerzbank eine weitere Hürde für die UniCredit auf.

Diskussion zu Commerzbank

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.