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Commerzbank Aktie: 1,10 Euro Rekord-Dividende beschlossen

Commerzbank erhöht Druck im Übernahmekampf mit Rekordausschüttung und optimierter Gewinnprognose für 2026.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekorddividende von 1,10 Euro beschlossen
  • Milliardenschwere Aktienrückkäufe abgeschlossen
  • Gewinnprognose für 2026 angehoben
  • Entscheidung über Angebot am 8. Juli

Die Commerzbank zeigt der UniCredit die Zahlen. Rekord-Dividende, Milliarden-Rückkäufe und eine angehobene Gewinnprognose sollen die Aktionäre von der Eigenständigkeit überzeugen. Und das ausgerechnet jetzt, wo das Übernahmeangebot der Italiener in seine entscheidende Phase geht.

Die Aktie notiert bei 37,75 Euro, nahezu unverändert zum Vortag. Zum 52-Wochen-Hoch von 38,85 Euro fehlen nur 2,83 Prozent. Auf Jahressicht steht ein Plus von 32,92 Prozent zu Buche.

Rekorddividende als strategisches Signal

Die Hauptversammlung beschloss am 20. Mai 2026 eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie für 2025. Das sind 69 Prozent mehr als im Vorjahr, als die Bank 0,65 Euro auszahlte. Die Ausschüttung ist längst überwiesen, gewinnt aber durch das laufende Übernahmeangebot neue Aufmerksamkeit.

Zusammen mit zwei abgeschlossenen Aktienrückkäufen über rund 1,5 Milliarden Euro gibt die Commerzbank für 2025 insgesamt etwa 2,7 Milliarden Euro an ihre Aktionäre zurück. Das entspricht laut Bank dem kompletten Nettoergebnis vor Restrukturierungskosten, nach Abzug der AT1-Kupons. Die Hauptversammlung erlaubte zudem weitere Rückkäufe von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals. Diese stehen aber noch unter Vorbehalt: EZB und Finanzagentur müssen zustimmen.

Der Fahrplan bis zur Entscheidung

Die weitere Annahmefrist für das UniCredit-Angebot lief vom 20. Juni bis zum 3. Juli 2026. Die Commerzbank will das finale Ergebnis am 8. Juli 2026 veröffentlichen. Damit fällt die Debatte über Dividende und Kapitalrückgabe direkt in die heiße Phase des Übernahmeringens.

Vorstand und Aufsichtsrat raten den Aktionären weiterhin, das Angebot abzulehnen. Die Begründung: keine angemessene Prämie, kein überzeugender Plan für einen Zusammenschluss. Stattdessen verweist die Bank auf ihre eigene Strategie Momentum 2030 und die wachsende Kapitalrückgabe. Die großzügige Ausschüttungspolitik wird damit zum Argument im Abwehrkampf.

Höhere Prognose stützt die Erzählung

Für 2026 hat die Commerzbank ihre Gewinnprognose im Mai angehoben. Nach einem starken ersten Quartal rechnet sie nun mit mindestens 3,4 Milliarden Euro Nettoergebnis. Die Bank plant weiterhin eine Ausschüttungsquote von 100 Prozent des Nettoergebnisses nach AT1-Kupons – so lange, bis die harte Kernkapitalquote von 13,5 Prozent erreicht ist. Dieses Ziel gilt auch für 2027 und 2028.

Eine konkrete Dividende je Aktie für 2026 oder 2027 steht damit aber noch nicht fest. Vorstandschefin Bettina Orlopp und Finanzvorstand Carsten Schmitt betonen dennoch die höhere Profitabilität als Kernargument ihrer Eigenständigkeitsstrategie.

Charttechnik zeigt stabilen Trend

Seit Jahresbeginn legte die Aktie um 3,40 Prozent zu. Der Titel notiert über seinen 50-, 100- und 200-Tage-Durchschnittslinien, der RSI liegt bei moderaten 56,9 Punkten. Die 30-Tage-Volatilität von knapp 20 Prozent deutet auf einen vergleichsweise ruhigen Handel hin – trotz der laufenden Übernahmeschlacht.

Am 8. Juli 2026 zeigt sich, wie viele Aktionäre das UniCredit-Angebot tatsächlich angenommen haben. Bis dahin bleibt die Kombination aus Rekord-Dividende und angehobener Gewinnprognose das zentrale Verteidigungsargument der Commerzbank.

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