Mailand macht den Weg frei, Frankfurt rüstet zur Abwehr. Der Übernahmekampf um die Commerzbank geht in die nächste Runde. Am heutigen Dienstag legt UniCredit voraussichtlich das offizielle Angebot auf den Tisch.
Milliarden für die Übernahme
Die UniCredit-Aktionäre haben am Montag in Mailand eine milliardenschwere Kapitalerhöhung gebilligt. Fast alle Anleger stimmten für die Maßnahme. Damit sichern sich die Italiener bis zu 6,7 Milliarden Euro frisches Kapital. Das Geld soll den Kauf der Commerzbank finanzieren. UniCredit kontrolliert bereits knapp ein Drittel der Anteile. Das Ziel liegt bei einer Mehrheit von mindestens 51 Prozent.
Das erwartete Angebot sieht ein reines Tauschgeschäft vor. Commerzbank-Aktionäre sollen 0,485 UniCredit-Papiere je eigener Aktie erhalten.
Frankfurt plant die Abwehr
In Frankfurt stößt die Offerte auf Widerstand. Commerzbank-Vize Michael Kotzbauer kritisiert das geplante Tauschangebot deutlich. Er bemängelt eine fehlende Prämie für die Aktionäre. Parallel dazu warnt das Management vor einer Zerschlagung des Geschäftsmodells. Die Bank pocht auf ihre Eigenständigkeit.
Die eigentliche Verteidigung folgt wohl am Freitag. Dann präsentiert Vorstandschefin Bettina Orlopp die Zahlen für das erste Quartal. Analysten erwarten ein klares Signal. Die Bank könnte ihre Gewinnziele für 2026 anheben. Damit will der Vorstand beweisen, dass die Commerzbank alleine profitabler wirtschaftet.
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Hohe Volatilität vor der Hauptversammlung
An der Börse herrscht aktuell viel Bewegung. Die Commerzbank-Aktie schloss am Montag bei 33,99 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von rund 40 Prozent auf der Kurstafel. Ein extrem hoher RSI-Wert deutet derzeit auf einen überkauften Markt hin. Die Schwankungsbreite ist enorm. Kein Wunder.
Neben der Übernahme blicken Anleger auf die Hauptversammlung am 20. Mai. Dort steht eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie zur Abstimmung. Zusammen mit Aktienrückkäufen plant das Institut eine Gesamtausschüttung von rund 2,7 Milliarden Euro.
Am kommenden Freitag legt die Commerzbank ihre Quartalszahlen vor. Dann muss das Management die angekündigte höhere Rentabilität mit konkreten Daten untermauern. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt derzeit zwischen 38 und 40 Euro.
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