Comcast hat die Abspaltung seiner Medienaktivitäten abgeschlossen und damit eine neue strategische Phase eingeleitet. Nach Börsenschluss am Freitag, dem 2. Januar, wurde die Versant Media Group als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen ausgegliedert. Kann Comcast so seine Wachstumssparten gezielter vorantreiben? Die Abspaltung soll genau das ermöglichen.
- Versant Media Group begann am Montag, dem 5. Januar, unter dem Ticker VSNT auf der Nasdaq zu handeln.
- Aktionäre erhielten eine Versant-Aktie für je 25 Comcast-Aktien (Record Date: 16. Dezember).
- Zu Versant gehören u. a. CNBC, MSNBC, SyFy, USA Network und E!.
- Comcast verlagert den strategischen Fokus auf Breitband, Mobilfunk (Xfinity Mobile) und Universal-Themenparks.
- Comcast berichtet erstmals nach der Trennung am 29. Januar (Q4/2025, Conference Call, 8:30 Uhr ET).
Die Trennung im Detail
Die Abspaltung erfolgte per Ausschüttung an die Comcast-Aktionäre. Versant bündelt die traditionellen Kabelnetzwerke, die tendenziell langsamer wachsen. Comcast will durch die Trennung ein klareres Investmentprofil für beide Unternehmen schaffen und so einen möglichen Konglomeratsabschlag verringern. Die Maßnahme trennt die legacy-Medien von den Kerngeschäften, die für künftiges Wachstum priorisiert werden sollen.
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Marktreaktion und Analysten
Die unmittelbare Marktreaktion fiel gemischt aus. Comcast-Aktien legten leicht zu, während Versant bei seinem Börsendebüt am 5. Januar in den frühen Handelsstunden merklich unter Druck geriet. Die Investmentbank Benchmark senkte das Kursziel für Comcast von 46 auf 44 US-Dollar, beließ die Einstufung jedoch auf „Buy“. Der Analystenkonsens reicht derzeit von „Hold“ bis „Buy“.
Führung und Ausblick
Zeitgleich mit der Trennung traten personelle Änderungen in Kraft: Michael Cavanagh übernimmt die Rolle des Co-CEO neben Brian L. Roberts. Diese Doppelspitze soll die Umsetzung der fokussierten Strategie begleiten. Am 29. Januar veröffentlicht Comcast die Zahlen für Q4 und das Gesamtjahr 2025; dieser Bericht wird die erste belastbare Grundlage liefern, um Umsatz- und Margenentwicklung der verbleibenden Kernbereiche sowie Details zur Kapitalallokation nach der Abspaltung zu beurteilen.
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