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Comcast Aktie: 5 Milliarden für Freizeitpark in Bedfordshire

Comcast plant milliardenschweren Freizeitpark in Großbritannien, schließt Schuldenrückkauf ab, doch die Aktie fällt auf Jahrestief.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fünf Milliarden Euro für britischen Themenpark
  • Schuldenmanagement mit über sechs Milliarden Dollar
  • Analyst senkt Kursziel auf 24 Dollar
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief

Comcast durchlebt eine widersprüchliche Woche. Der Medienkonzern kündigte eine milliardenschwere Investition in einen europäischen Freizeitpark an und schloss sein Schuldenmanagement ab. Gleichzeitig fiel die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Tief – und ein Analyst kappte das Kursziel radikal.

Am Freitag legte die Aktie zwar um 2,69 Prozent auf 20,64 Euro zu. Das Wochenminus beträgt dennoch 3,05 Prozent. Zuvor war der Kurs auf 19,91 Euro gefallen – der tiefste Stand seit einem Jahr.

Milliarden für den Freizeitpark

Comcast NBCUniversal plant seinen ersten europäischen Themenpark in Bedfordshire, Großbritannien. Das Projekt mit dem Namen Universal United Kingdom Resort schlägt mit über fünf Milliarden Euro zu Buche. Hinzu kommen 1,3 Milliarden Euro vom Staat für die Infrastruktur. Die Eröffnung ist für 2031 geplant. Für Comcast ist es der Vorstoß in einen neuen Markt – die Universal Destinations & Experiences-Sparte soll weltweit wachsen.

Schuldenrückkauf abgeschlossen

Parallel dazu hat Comcast seine Barangebote für ausgewählte Unternehmensanleihen abgeschlossen. Insgesamt wurden Anleihen im Volumen von über 6,16 Milliarden US-Dollar angedient. Das Unternehmen hatte die Obergrenze zuvor von 3,75 auf 4,14 Milliarden Dollar angehoben. Ein klares Signal: Comcast will seine Bilanz aktiv steuern und Zinskosten senken.

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Analyst senkt Kursziel

Die gute Nachrichtenlage konnte den Abwärtstrend nicht stoppen. Am Freitag senkte Rosenblatt das Kursziel für Comcast von 30 auf 24 Dollar – bei neutralem Rating. Grund seien strukturelle Probleme im Breitbandmarkt. Das wiegt schwer: Das Kerngeschäft steht unter Druck, während die neuen Projekte erst in Jahren wirken.

Die Aktie notiert 33,79 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht beträgt das Minus 31 Prozent, seit Jahresbeginn 18 Prozent. Der RSI von 36,3 signalisiert, dass das Papier in die Nähe der überverkauften Zone gerutscht ist.

Ob die milliardenschwere Europa-Wette den Trend drehen kann, ist offen. Bis 2031 ist es ein weiter Weg. Die unmittelbare Aufgabe für Comcast liegt im angestammten Geschäft – und dort wachsen die Wolken.

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