Comcast bekommt beim Glasfaserausbau in Virginia Gegenwind. Im Zentrum steht ein Streit mit Appalachian Power über die Kosten für neue Strommasten. Genau diese Frage kann Projekte bremsen, die schnelleres Internet in tausende Haushalte bringen sollen.
Streit um Masten bremst Ausbau
Der Kern des Konflikts ist simpel. Wer zahlt für den Austausch der Masten, die für den Breitbandausbau nötig sind? Comcast hält Forderungen von mehr als 1.600 Dollar pro Mast für unzulässig. Der Konzern verweist auf eine FCC-Entscheidung aus diesem Jahr und beziffert die realistischen Kosten eher auf rund 100 Dollar je Mast.
Für den Ausbau in der Region hat das direkte Folgen. Rund 13.000 Standorte könnten sich verzögern, wenn der Streit nicht gelöst wird. Branchenvertreter drängen deshalb auf ein schnelles Eingreifen der Regulierer.
Ausbau läuft an anderen Stellen weiter
Parallel dazu treibt Comcast andere Projekte voran. In Florida will der Konzern mehr als 2.900 bislang unversorgte Haushalte und Unternehmen in Lake County an das Glasfasernetz anschließen. Der Baustart ist für diesen Sommer geplant, die Fertigstellung für den Herbst.
Auch in Colorado investiert Comcast weiter kräftig. Dort hat das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren rund 1,2 Milliarden Dollar in die Infrastruktur gesteckt. Der Markt bleibt dort hart umkämpft, weil weitere Anbieter und kommunale Netze ebenfalls ausbauen.
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Aktie unter Druck
An der Börse bleibt das Bild schwach. Die Aktie notiert nach dem gestrigen Schlusskurs bei 21,24 Euro und damit 15,76 Prozent unter dem Stand seit Jahresbeginn. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Minus sogar bei 32,14 Prozent.
Technisch wirkt das Papier angeschlagen. Es handelt unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 24,83 Euro und auch unter der 200-Tage-Linie von 25,48 Euro. Der RSI von 39,3 zeigt keine überkaufte Situation, aber auch keinen klaren Aufwärtstrend.
Für Comcast bleibt der Spagat schwierig. Der Konzern muss Netze ausbauen, Regulierungskosten im Griff behalten und zugleich Investoren mit stabilen Erträgen überzeugen. Auf der Hauptversammlung dürfte genau diese Balance im Mittelpunkt stehen.
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