Colgate-Palmolive hat mit den jüngsten Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen und zeigt im volatilen Konsumgütermarkt eine bemerkenswerte operative Stärke. Während das Kerngeschäft floriert, sorgen hohe Abschreibungen in der Hautpflege-Sparte für einen bilanziellen Sondereffekt. Wie nachhaltig ist das Momentum nach den deutlichen Kurszielanpassungen der großen Banken?
Überraschend starke Quartalszahlen
Der Konsumgüterriese konnte im vierten Quartal 2025 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn überzeugen. Mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 0,95 US-Dollar lag das Unternehmen über dem Marktkonsens von 0,91 US-Dollar. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent auf 5,23 Milliarden US-Dollar.
Hinter den positiven Zahlen steht vor allem ein robustes organisches Wachstum und eine starke Bruttomarge von 60,2 Prozent. Dennoch wies das Unternehmen nach Rechnungslegungsstandard GAAP einen Nettoverlust aus. Grund hierfür war eine außerordentliche, nicht zahlungswirksame Abschreibung in Höhe von 794 Millionen US-Dollar auf die Hautpflege-Marken Filorga und EltaMD. Marktteilnehmer gewichten jedoch die operative Performance deutlich höher als diesen buchhalterischen Einmaleffekt.
Analysten schrauben Erwartungen hoch
Die Reaktion der großen Finanzhäuser ließ am Montag nicht lange auf sich warten. Gleich mehrere Analysten passten ihre Modelle nach oben an. Bank of America und Morgan Stanley erhöhten ihre Kursziele jeweils auf 100 US-Dollar, wobei Morgan Stanley die Einstufung auf „Overweight“ beließ. Die Experten begründen den Optimismus mit dem verbesserten organischen Wachstum und der soliden Profitabilität im defensiven Konsumgütersektor.
Auch Wells Fargo hob das Ziel auf 94 US-Dollar an, bleibt jedoch bei einer neutralen Bewertung. Etwas vorsichtiger zeigt sich die Deutsche Bank, die ihr Ziel zwar auf 90 US-Dollar korrigierte, die Aktie aber weiterhin nur mit „Hold“ bewertet.
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Fokus auf Wachstumstreiber
Innerhalb des Portfolios erwies sich die Sparte „Hill’s Pet Nutrition“ erneut als verlässlicher Motor mit einem Umsatzplus von über fünf Prozent. In einem Marktumfeld, in dem Anleger verstärkt nach defensiven Werten suchen, profitiert das Unternehmen von seiner starken Marktpositionierung.
Die Aktie notiert aktuell bei 74,77 Euro und konnte in den vergangenen sieben Tagen rund 2,82 Prozent an Wert gewinnen. Damit hat sich das Papier nach einem schwächeren Monat stabilisiert, liegt aber noch etwa 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 90,34 Euro aus dem vergangenen Jahr.
Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Management ein organisches Umsatzwachstum zwischen einem und vier Prozent. Das währungsbereinigte Gewinnwachstum wird auf sechs bis acht Prozent geschätzt. Damit setzt das Unternehmen klar auf eine Fortsetzung der Profitabilitätsstrategie bei gleichzeitig moderatem Wachstum.
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