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Coinbase Aktie: Zins-Verbot droht

Ein US-Gesetzesentwurf will Zinszahlungen auf Stablecoins verbieten, was eine wichtige Einnahmequelle von Coinbase gefährdet. Analysten sind über die Auswirkungen uneins.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Gesetzentwurf CLARITY Act bedroht Stablecoin-Renditen
  • Wichtige Einnahmequelle von 1,34 Milliarden Dollar betroffen
  • Aktie verliert deutlich nach Bekanntwerden der Pläne
  • Analysten bewerten regulatorische Risiken unterschiedlich

Ein neuer Gesetzesentwurf in den USA rückt eine der wichtigsten Einnahmequellen von Coinbase ins Visier. Der sogenannte CLARITY Act sieht vor, Zinszahlungen auf passiv gehaltene Stablecoins zu verbieten. Für die Krypto-Börse steht damit ein hochprofitables Geschäftsmodell auf dem Spiel, was Anleger am Dienstag prompt mit Verkäufen quittierten.

Das lukrative Stablecoin-Geschäft

Die Marktreaktion zeigt, wie tief die Handelsplattform im USDC-Ökosystem verwurzelt ist. Das Prinzip ist simpel: Das Partnerunternehmen Circle kassiert Zinsen auf die Deckungswerte des Stablecoins und teilt diese mit Coinbase. Die Börse nutzt diese Mittel wiederum, um Nutzer mit Renditen für das Halten der Token zu belohnen. Dieses Modell spülte im vergangenen Jahr beachtliche 1,34 Milliarden US-Dollar in die Kassen.

Der jüngste Entwurf des CLARITY Acts verbietet nun genau solche Strukturen, die wirtschaftlich einem Zins entsprechen. Lediglich aktivitätsbasierte Belohnungen wie Treueprogramme sollen laut dem aktuellen Text erlaubt bleiben. Damit fiele ein zentraler Anreiz für Nutzer weg, große USDC-Bestände auf der Plattform zu lagern.

Analysten uneins über die Folgen

Die regulatorischen Gegenwinde hinterließen deutliche Spuren im Kursblatt. Die Papiere gaben am Dienstag um 8,89 Prozent auf 157,38 Euro nach. An der Wall Street gehen die Einschätzungen über die Schwere der Bedrohung weit auseinander. Analyst Dan Dolev von Mizuho warnt, dass ein Wegfall der Renditen die langfristige Attraktivität von USDC spürbar senken würde.

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Dagegen hält Peter Christiansen von Citi an seiner Kaufempfehlung und einem Kursziel von 400 US-Dollar fest. Er sieht das Unternehmen langfristig als Profiteur, sobald klare regulatorische Rahmenbedingungen herrschen. Das Research-Haus Argus positioniert sich in der Mitte, belässt die Einstufung auf „Hold“ und verweist auf die allgemeine Volatilität im Krypto-Sektor.

Verhandlungen auf der Zielgeraden

Interessanterweise koppelte sich die Aktie mit dem Kursrutsch vom breiteren Kryptomarkt ab. Während Bitcoin im Zuge einer geopolitischen Entspannung im Nahen Osten die Marke von 71.000 US-Dollar übersprang, belastete das spezifische Gesetzesrisiko die Börsenbetreiberin.

Das finale Gesetzgebungsverfahren läuft noch. Bis zum heutigen 24. März finden intensive Verhandlungen zwischen Gesetzgebern, Krypto-Firmen und Bankenvertretern statt. Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen sein Angebot im Falle strengerer Auflagen anpassen wird, da das Hauptgeschäft weiterhin aus den klassischen Transaktionsgebühren besteht.

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