Die US-Aufsichtsbehörde OCC hat Coinbase eine bedingte nationale Treuhandlizenz erteilt. Damit darf die Plattform künftig offiziell als Treuhänder nach US-Bundesbankrecht agieren. Dieser regulatorische Meilenstein öffnet die Tür für massives institutionelles Kapital. Pensionskassen und Versicherungen erhalten nun einen direkten rechtlichen Weg, um den Handelsplatz für die Verwahrung digitaler Assets zu nutzen.
Umbau zur Universalbörse
Parallel dazu treibt CEO Brian Armstrong den strategischen Umbau voran. Seit Ende Februar bietet das Unternehmen seiner gesamten US-Kundenbasis den Handel mit klassischen Aktien und ETFs an. Der Schritt zielt direkt auf etablierte Fintech-Broker ab. Durch die breiteren Einnahmequellen will das Management die Abhängigkeit von volatilen Krypto-Gebühren verringern.
An der Börse honorieren Investoren diese Ausweitung des Geschäftsmodells. Auf Wochensicht verzeichnet das Papier ein Plus von knapp 20 Prozent und notiert aktuell bei 175,04 Euro. Damit hat sich der Kurs deutlich von seinem 50-Tage-Durchschnitt bei rund 155 Euro abgesetzt.
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Analysten justieren Kursziele
Im Vorfeld der Quartalszahlen Anfang Mai positionieren sich nun die Marktbeobachter neu. Piper Sandler hob das Kursziel kürzlich auf 180 US-Dollar an. Die Investmentbanken J.P. Morgan und Bernstein rufen sogar Zielmarken von bis zu 300 Dollar auf. Sie werten die Plattform zunehmend als unverzichtbare Infrastruktur für den institutionellen Krypto-Markt.
Allerdings trübt ein schwächeres Vorquartal die kurzfristigen Erwartungen. Experten korrigierten die Gewinnschätzungen für das Gesamtjahr 2026 um gut 40 Prozent nach unten. Ursache dafür waren stark schwankende Handelsvolumina in den Vormonaten.
Am 7. Mai muss der Vorstand nun belegen, ob die neuen Geschäftsfelder die schwächeren Krypto-Volumina bereits ausgleichen können. Liefern die Quartalszahlen solide Margen im traditionellen Aktienhandel, dürfte das die institutionelle Neubewertung der Plattform weiter stützen.
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