Selbst regulatorische Meilensteine scheinen derzeit nicht auszureichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Während Coinbase den Umbau vom reinen Handelsplatz zum breit aufgestellten Krypto-Dienstleister vorantreibt, wächst an der Wall Street die Skepsis. Ein aktueller Analystenkommentar zeigt auf, warum das Marktumfeld für die Plattform zunehmend ungemütlich wird.
Gegenwind von den Analysten
Auslöser für einen vorbörslichen Kursrückgang von 3,7 Prozent am Donnerstag war eine verhaltene Einschätzung von Barclays. Analyst Benjamin Budish bestätigte sein „Hold“-Rating und sieht das Kursziel bei lediglich 148 US-Dollar. Seine Begründung liefert tiefe Einblicke in die aktuellen Herausforderungen: Um die hohen Markterwartungen weiterhin zu übertreffen, benötige das Unternehmen eine perfekte Mischung aus hohen Handelsvolumina und steigenden Krypto-Preisen.
Diese Kombination lässt sich im aktuellen Marktumfeld, das von globalen Handelsspannungen und Risikoaversion geprägt ist, immer schwerer aufrechterhalten. Zudem zwingt die wachsende Konkurrenz durch traditionelle Banken und Finanz-Apps Coinbase zu höheren Ausgaben für Marketing und Technologie, um die eigene Kundenbasis abzusichern.
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Erfolge verpuffen wirkungslos
Die vorsichtige Analystenstimme trifft auf eine Aktie, die im laufenden Jahr bereits fast 30 Prozent an Wert verloren hat. Dabei arbeitet das Management intensiv daran, die Abhängigkeit von schwankenden Handelsgebühren zu verringern. Das Abonnement- und Dienstleistungsgeschäft, zu dem auch der USDC-Stablecoin gehört, spülte im vergangenen Jahr bereits über 2,8 Milliarden US-Dollar in die Kassen.
Auch an der regulatorischen Front gibt es Fortschritte. Kürzlich erhielt Coinbase die bedingte Zulassung für eine nationale Treuhandgesellschaft durch die US-Bankenaufsicht OCC. Dies ist ein wichtiger Schritt, um das lukrative Verwahrgeschäft für institutionelle Kunden auszubauen, das Mitte 2025 bereits fast 246 Milliarden US-Dollar umfasste. Das Problem: Die Börse ignorierte diesen Meilenstein völlig. Der übergeordnete Abwärtstrend der Aktie blieb intakt, zusätzlich belastet durch Sorgen über mögliche neue Regulierungen im wichtigen Stablecoin-Sektor.
Gespaltene Wall Street
Die Diskrepanz zwischen operativen Fortschritten und schwacher Kursentwicklung teilt auch das Analystenlager. Während Barclays mit seinem Kursziel von 148 US-Dollar weitere Rückschläge einkalkuliert, zeigt der breite Konsens von 24 Experten mit 18 Kaufempfehlungen ein deutlich positiveres Bild. Die anstehenden Ergebnisse für das erste Quartal 2026 liefern nun die konkreten Daten darüber, inwieweit das wachsende Dienstleistungsgeschäft die aktuelle Schwäche im klassischen Krypto-Handel bereits finanziell auffängt.
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