Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Coinbase Aktie: Stablecoin-Belohnung bleibt erlaubt
Symbolbild, KI-generiert

Coinbase Aktie: Stablecoin-Belohnung bleibt erlaubt

Das US-Gesetz scheitert, Coinbase darf Stablecoin-Belohnungen vorerst fortsetzen. Zugleich steigt international der Ermittlungsdruck gegen Finanzkriminalität.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Clarity Act verfehlt nötige Senatsmehrheit
  • Rewards auf ruhende Stablecoins bleiben möglich
  • SEC und CFTC sollen Einzelregeln vorantreiben
  • Großbritannien verstärkt Ermittlungen gegen Geldwäsche

Der Clarity Act ist im US-Senat gescheitert – und ausgerechnet dieses Scheitern spielt Coinbase in die Karten. Die entscheidende Verfahrensabstimmung am Dienstag verfehlte mit 49 zu 50 Stimmen die nötige 60-Stimmen-Hürde deutlich. Gestritten wurde zuletzt über Ethik-Klauseln zu den Krypto-Geschäften von Präsident Donald Trump.

Für Coinbase hat das gescheiterte Gesetz eine konkrete Konsequenz: Der Kompromisstext hätte Belohnungen auf inaktive Stablecoin-Guthaben verboten und an Kundenaktivität geknüpft. Weil das Gesetz nicht zustande kam, bleibt die bisherige Praxis bestehen. Plattformen wie Coinbase können ihre Rewards auf ruhende Stablecoin-Bestände also unverändert fortführen.

Regulierung wandert zu SEC und CFTC

Analysten von Bernstein um Gautam Chhugani erwarten nun, dass sich die eigentliche Regulierungsarbeit zur SEC und zur CFTC verlagert. Beide Behörden dürften auf gezielte Einzelregelungen setzen, statt auf ein umfassendes Gesetz zu warten – und das nach Einschätzung der Analysten „aggressiv und zügig“, um die verlorene Zeit der Verhandlungen aufzuholen.

Auf der Agenda stehen die Einstufung nativer Krypto-Token, Schutzregeln für DeFi- und Self-Custody-Infrastruktur sowie Vorgaben zur Tokenisierung von Aktien.

Auch bei Real-World-Asset-Perpetuals und Single-Stock-Perpetuals rechnet Bernstein mit schnelleren Genehmigungen und einer engeren Abstimmung zwischen den beiden Behörden. Die Analysten von StoneX Financial sehen das Gesetz für die laufende Legislaturperiode als endgültig gescheitert an – nur noch 14 Arbeitstage bleiben dem Senat vor der Wahlkampfpause.

Senatorin Cynthia Lummis brachte sogar das Jahr 2030 als nächstes realistisches Zeitfenster ins Spiel, während die Wahrscheinlichkeit für ein Gesetz noch in diesem Jahr an den Wettmärkten von 82 Prozent im Februar auf zuletzt 16 Prozent vor der Abstimmung gefallen war.

Ein Unsicherheitsfaktor bleibt trotzdem bestehen: OCC und FDIC haben Regeln vorgeschlagen, wonach ein Stablecoin-Emittent gegen das im GENIUS Act verankerte Zinsverbot verstoßen könnte, wenn er über einen verbundenen Partner Belohnungen an Stablecoin-Halter auszahlt. Nach Einschätzung von StoneX könnte diese Frage letztlich vor Gericht landen, sobald der GENIUS Act im Januar 2027 in Kraft tritt.

Ermittlungsdruck aus Großbritannien

Parallel zur regulatorischen Debatte in Washington rückt Coinbase auch operativ ins Blickfeld von Behörden. Großbritannien hat ein Programm gegen Geldwäsche mit 500 zusätzlichen Ermittlern und umgerechnet rund 676 Millionen Dollar über drei Jahre aufgelegt.

Die National Crime Agency verweist dabei auf frühere Zusammenarbeit mit der Branche: Bei der „Operation Atlantic“ mit dem US Secret Service identifizierten Ermittler 20.000 Opfer von Phishing-Betrug und froren in einer einwöchigen Aktion 12 Millionen Dollar ein – in Zusammenarbeit mit Coinbase, Binance, Kraken und Tether.

Für Coinbase ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Regulatorisch bleibt vorerst mehr Spielraum als befürchtet, während der Ermittlungsdruck bei Finanzkriminalität auf internationaler Ebene zunimmt. Wie SEC und CFTC ihre angekündigten Einzelregelungen konkret ausgestalten, dürfte in den kommenden Monaten zeigen, welche der beiden Entwicklungen für das Geschäftsmodell stärker ins Gewicht fällt.

Anzeige

Coinbase-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Coinbase-Analyse vom 16. September liefert die Antwort:

Die neusten Coinbase-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Coinbase-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Coinbase: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Coinbase

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/